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Ehrenamtsmessen M-V in Wismar gestartet

Wismar – Im Beisein zahlreicher Vereine, Initiativen und engagierter Bürgerinnen und Bürger hat Sozialministerin Stefanie Drese heute die erste der diesjährigen Ehrenamtsmessen in Wismar eröffnet. Es folgen weitere Messen in Bad Doberan (1. Mai), Anklam (30. Mai) und Putbus (5. September).

„Egal an welchem Standort: Auch in diesem Jahr können die Besucherinnen und Besucher wieder die große Vielfalt unserer Vereine und Verbände in der eigenen Region kennenlernen und herausfinden, wo sie sich mit ihren Interessen und Talenten einbringen können“, erklärte Stefanie Drese im Vorfeld der zweitägigen Veranstaltung, die sich auch in diesem Jahr an die Hanseschau angliedert.

Sie sei stolz, dass sich die Messen zu einer echten Tradition entwickelt haben. „Jahr für Jahr schaffen es die Ehrenamtsmessen, unser buntes gesellschaftliches Leben in Form vieler verschiedener Aussteller abzubilden. Ob Sport, Kultur, Kirche, Blaulicht, Wohlfahrt oder Umwelt: Für jede und jeden ist hier etwas dabei“, betonte die Ministerin.

Zugleich unterstreichen die Messen den großen Wert des freiwilligen Engagements insgesamt. „Insbesondere ein Flächenland wie unseres lebt von diesem Einsatz. Angebote, die wir viel zu oft für selbstverständlich erachten, wie der Vereinssport unserer Kinder, die Skatgruppe unserer Großeltern oder auch die freiwillige Feuerwehr am eigenen Wohnort existieren nur, weil sich engagierte Menschen dafür einsetzen. Auch das wollen wir hier in Wismar noch einmal deutlich zeigen“, so die Ministerin weiter.

Um das Ehrenamt auch fernab der Messen künftig noch besser zu unterstützen, hat das Land Anfang des Jahres die erste Engagementstrategie für Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Ihr vorausgegangen war ein umfassender Beteiligungsprozess. „Gemeinsam haben wir konkrete Maßnahmen erarbeitet, mit denen wir das Ehrenamt noch attraktiver machen. Dazu gehören unter anderem vereinfachte Förderverfahren, neue Nachweise auch für informell erworbene Kompetenzen und mehr Unterstützung im Alltag der Engagierten“, erklärte Drese.

Ein Beispiel hierfür sei das neue digitale Engagementportal. Es soll das Engagementangebot und -nachfrage moderner und unkomplizierter zusammenbringen. „Wir wissen, dass viele Vereine händeringend nach Engagierten suchen. Mit der neuen Plattform wollen wir Ihnen neue Möglichkeiten an die Hand geben, sich und ihre Arbeit zentral öffentlichkeitswirksam zu präsentieren“, so die Ministerin. Vereine können sich bereits jetzt für das neue Portal registrieren. Entsprechende Anleitungen hatte die Ministerin im Gepäck. Sie stehen außerdem zum Download auf der Seite des Sozialministeriums bereit.

Drese: „Alle, die sich einbringen möchten, müssen aber nicht bis zum offiziellen Start des Portals warten. Kommen Sie zu den Ehrenamtsmessen in Ihrer Region, suchen Sie das Gespräch mit den Austellern und finden Sie heraus, wo Sie vielleicht schon sehnlichst mit Ihren Ideen gesucht werden.“

Alle Informationen zu den Ehrenamtsmessen finden Interessierte unter: www.ehrenamtmessen-mv.de

Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, trägt die Schirmherrschaft. Das Land fördert die Ehrenamtsmessen, die von der Landesarbeitsgemeinschaft Ehrenamtsmessen organisiert werden. In der Arbeitsgemeinschaft engagieren sich Vertreter des Landesseniorenbeirates M-V e.V., des Sozialverbandes VdK M-V e.V. sowie 13 Ehrenamtskoordinatoren des Deutschen Roten Kreuzes. Zu den Partnern gehören die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeiterwohlfahrt, die MitMachZentralen des Landes, das Kulturland M-V sowie das Sozialministerium M-V und das Finanzministerium M-V.

300 Fachkräfte beim 26. Kindergartentag in Güstrow

Oldenburg: Vielfalt ist gelebter Alltag in unseren Kindertageseinrichtungen

Güstrow – Vielfalt bewusst wahrzunehmen, wertzuschätzen und pädagogisch zu begleiten, steht im Mittelpunkt des diesjährigen Kindergartentages. Unter dem Motto „Kleine Menschen, große Vielfalt. Gemeinsam Potenziale entfalten.“ kommen am Samstag, 25. April 2026, rund 300 pädagogische Fachkräfte in Güstrow zur landesweiten Fortbildungs- und Fachveranstaltung zusammen.

Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung:„Unsere Kitas sind Orte gelebter Vielfalt. Jedes Kind bringt seinen eigenen Schatz an Erfahrungen und Talenten mit. Die landesweite Fortbildungsveranstaltung möchte die Fachkräfte stärken: Sie begleiten Kinder individuell, entfalten ihre Potenziale und fördern das Miteinander im Team. Ich freue mich sehr, dass so viele Erzieherinnen, Erzieher und Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern diese Angebote nutzen, um jedes Kind bestmöglich zu fördern.“

Heiko Grunow, Vorstandsvorsitzender Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V.:„Es ist ein beeindruckendes Signal, dass der Kindergartentag auch in seiner 26. Auflage eine so hohe Resonanz erfährt und mit bereits über 300 Anmeldungen die ungebrochene Relevanz dieses Austauschs unterstreicht. Angesichts der wachsenden Vielfalt im Kita-Alltag verdient die tagtägliche Arbeit der pädagogischen Fachkräfte höchste Anerkennung, da sie die individuellen Potenziale jedes Kindes in den Mittelpunkt stellen. Unser gemeinsames Ziel ist es, diese wertvolle Arbeit zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Kinder gesund aufwachsen und sich bestmöglich entfalten können.“

Sebastian Körner, Geschäftsführer der Unfallkasse MV: „Vielfalt eröffnet Kindern große Entwicklungschancen, stellt jedoch auch hohe Anforderungen an den Kita-Alltag. Entscheidend ist, dass Fachkräfte diese Vielfalt nicht nur pädagogisch begleiten, sondern auch sichere und gesunde Rahmenbedingungen schaffen können. Genau hier setzt der Kindergartentag an: Er verbindet fachliche Impulse mit praxisnaher Prävention und stärkt die Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit.“

Der Kindergartentag MV wird jährlich von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. und der Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern organisiert. In diesem Jahr stehen 26 Angebote zu Themen wie inklusivem Kindersport, interkultureller Ernährung und der Förderung grundlegender Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen auf dem Programm. Ziel ist es, Vielfalt im Kita-Alltag bewusst und wertschätzend zu gestalten. Ergänzt wird das Programm durch ein Impulsreferat sowie den „Markt der Möglichkeiten“, auf dem Praxisbeispiele und Projekte vorgestellt werden.

Die Eröffnung des Kindergartentages erfolgt in diesem Jahr in einem Gesprächsformat: Neben Ministerin Oldenburg nehmen Heiko Grunow sowie Sebastian Körner an einem moderierten Begrüßungsgespräch teil. Die Moderation übernimmt Jörg Klingohr.

Die Veranstaltung beginnt um 8 Uhr im Großen Festsaal der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow.

70 Jahre Zoo Schwerin

Schwesig: Der Schweriner Zoo ist ein Juwel für die Stadt und die ganze Region

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat bei der Festveranstaltung zum 70. Geburtstag dem Zoo Schwerin einen Förderbescheid übergeben: „Man könnte sagen 70 Jahre und kein bisschen ruhiger, denn der Zoo Schwerin hat in den nächsten Jahren viel vor.

Ihr Zukunftskonzept hört sich richtig gut an, mit Tropenhalle und Baumwipfelpfad, mit Grüne Liste Forum und Zoo Campus. Damit das Zukunftskonzept weiter entwickelt werden kann, muss eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Ich freue mich sehr, dass die Landesregierung eine Förderung von 58.592,63 Euro zur Verfügung stellt.“

Schwesig würdigte den Zoo in ihrer Rede: „Er ist wirklich ein Juwel für die Stadt und die ganze Region. Direkt am Schweriner Innensee, ganz in der Nähe vom Schlossgarten. Alles fing vor ganz genau 70 Jahren mit einem kleinen Heimattierpark mit nur 17 Tieren an. Heute beherbergt der Zoo über 1400 Tiere.“ Inzwischen könnten selbst Menschen dort übernachten.

Es habe sich viel getan: neue Anlagen und Spielplätze, bessere Infrastruktur. Die Ministerpräsidentin fügte an: „Über 200.000 Besucher jährlich zeigen: der Schweriner Zoo ist sehr beliebt, als Ausflugsziel für Einheimische oder Touristen. Ob beim Zoolauf, den Abendsafaris, oder zum Osterfest. Die vielen Veranstaltungen laden dazu ein den Zoo immer wieder neu zu entdecken.“

Moderne Zoos seien wichtige Botschafter für Biodiversität und Naturschutz und wertvoll für die Arterhaltung und die Umweltbildung. Die Regierungschefin ergänzte: „Mit dem Rote Liste Zentrum hat der Schweriner Zoo etwas ganz Besonderes und leistet einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz und Artenvielfalt. Wir haben uns deshalb als Land am Bau mit über 4 Mio. Euro beteiligt.“

Sie wünsche dem Zoo Schwerin weiterhin viel Erfolg und allen seinen Besucherinnen und Besuchern viel Freude und tolle Erlebnisse.

Zitterpappel ist Baum des Jahres 2026

Schwerin – Anlässlich des bevorstehenden Tags des Baumes am 25. April rückt die Zitterpappel (Aspe) in den Fokus: Sie wurde zum Baum des Jahres 2026 ernannt. Die Auszeichnung wird seit 1989 jährlich von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung vergeben und würdigt Baumarten mit besonderer ökologischer, forstlicher oder kultureller Bedeutung.

Die Wahl der Zitterpappel zum Baum des Jahres unterstreicht ihre herausragende Rolle als Schlüsselart in Waldökosystemen. Sie überzeugt insbesondere durch ihre hohe Bedeutung für die Biodiversität, ihre Fähigkeit zur schnellen Wiederbewaldung von Störflächen sowie ihre positiven Effekte auf die Bodenentwicklung.

„Ich begrüße es sehr, dass die Zitterpappel zum Baum des Jahres 2026 gewählt wurde. Sie ist eine äußerst anpassungsfähige und ökologisch wertvolle Baumart, die gerade in Mecklenburg-Vorpommern einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung unserer Wälder leisten kann. Angesichts des Klimawandels brauchen wir robuste und vielseitige Baumarten wie die Zitterpappel, die unsere Wälder bereichern und die biologische Vielfalt stärken. Zu finden ist die Zitterpappel bisher z.B. im Naturpark „Nossentiner/Schwinzer Heide“. Dort gibt es in M-V die größte zusammenhängende Zitterpappel-Population auf 21 Hektar“, erklärt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Die Zitterpappel ist eine in der Nordhalbkugel weit verbreitete Baumart und kommt auch in Mecklenburg-Vorpommern vor – wenn auch mit einem Anteil von lediglich rund 0,2 Prozent an der Waldfläche. Als typische Pionierbaumart besiedelt sie bevorzugt offene Flächen, etwa nach Waldbränden. Durch ihre leichten, weit fliegenden Samen sowie ihre Fähigkeit zur Vermehrung über Wurzelsprosse kann sie schnell große Flächen erschließen und so einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Waldentwicklung leisten.

Von besonderer Bedeutung ist die Zitterpappel für zahlreiche Tierarten: Zwischen 500 und 600 Insektenarten nutzen sie als Lebensraum oder Nahrungsquelle, darunter viele hochspezialisierte Käfer- und Schmetterlingsarten. Auch für andere Tiere, wie beispielsweise Biber, ist sie eine wichtige Nahrungsgrundlage. Ihr weiches Holz und die schnell zersetzbare Laubstreu fördern zudem die Bodenfruchtbarkeit und schaffen günstige Bedingungen für weitere Pflanzenarten.

Auch wirtschaftlich bietet die Zitterpappel Potenziale: Sie wächst schnell, kann Höhen von bis zu 35 Metern erreichen und liefert vielseitig verwendbares Holz, etwa für die Zellstoffindustrie, Holzwerkstoffe oder Spezialanwendungen.

Neben ihrer ökologischen und wirtschaftlichen Bedeutung hat die Zitterpappel auch einen festen Platz in kulturellen Überlieferungen. Ihr Name geht vermutlich auf das charakteristische Zittern ihrer Blätter im Wind zurück.

Das Umweltministerium MV ruft dazu auf, die Zitterpappel verstärkt in naturnahe Waldentwicklungskonzepte einzubeziehen und ihre Potenziale für klimaresiliente Wälder gezielt zu nutzen.

Grünes Licht für Tankrabatt

Berlin – Das Gesetz zur temporären Absenkung der Energiesteuer für Kraftstoffe hat in der Sondersitzung am 24. April 2026 den Bundesrat passiert.

Das Gesetz sieht vor, die Energiesteuersätze für Diesel und Benzin ab dem 1. Mai 2026 für zwei Monate um jeweils 14,04 Cent je Liter zu reduzieren. Einschließlich des darauf anfallenden Umsatzsteueranteils ergebe sich daraus eine Entlastung von bis zu 17 Cent brutto pro Liter. Auf diese Weise würden Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Wirtschaft bei den Kraftstoffpreisen um rund 1,6 Milliarden Euro entlastet, heißt es in der Gesetzesbegründung.

Ziel des Gesetzes sei es, den Preisschock bei den Spritpreisen kurzfristig zu dämpfen. Aufgrund des Iran-Krieges seien die Energiepreise, insbesondere die Rohölpreise stark gestiegen. Dies könne die Konsumnachfrage verringern. Außerdem werde die wirtschaftliche Entwicklung durch die Unsicherheit und sinkende Zuversicht belastet.

Das Gesetz kann nun nach Ausfertigung durch den Bundespräsidenten und Verkündung im Bundesgesetzblatt zum 1. Mai 2026 in Kraft treten.

Digitale Sprechstunde für Eltern und Lehrkräfte

Oldenburg: Direkter Austausch ist zentraler Bestandteil der Bildungspolitik

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg setzt den direkten Dialog mit Eltern und Lehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern im Mai fort. Aufgrund der hohen Nachfrage der individuellen Sprechstunden in den vergangenen Monaten lädt sie erneut zu einer digitalen Sprechstunde ein. Diese findet am Montag, 19. Mai 2026, ab 17:00 Uhr für Eltern und ab 18:00 Uhr für Lehrkräfte statt.

„Der direkte Austausch mit Eltern und Lehrkräften ist ein zentraler Bestandteil unserer Bildungsarbeit. Gemeinsam gestalten wir Schule – ich freue mich darauf, zu hören, was gut läuft und wo wir noch nachjustieren müssen. Offene Gespräche lösen oft Fragen unkompliziert und schaffen Vertrauen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg

Die digitale Sprechstunde richtet sich an Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte in ganz Mecklenburg-Vorpommern und bietet die Möglichkeit, direkt mit der Bildungsministerin ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme erfolgt in Einzelgesprächen.

Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail mit Angabe der teilnehmenden Personen und des Themas sowie mit der Nennung der Schule unter sprechstunde@bm.mv-regierung.de. Sie erhalten dann eine Zu- oder Absage.

Digitale Elternsprechstunde (landesweit)
Datum: Montag, 19. Mai 2026
Zeit: ab 17:00 Uhr

Digitale Lehrkräftesprechstunde (landesweit)
Datum: Montag, 19. Mai 2026
Zeit: ab 18:00 Uhr

24 Europaschulen stärken europäische Bildung

Oldenburg: Wichtiger denn je, dass junge Menschen Europa verstehen und aktiv mitgestalten können

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich 24 Europaschulen für eine starke europäische Dimension im Bildungswesen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von interkulturellen Kompetenzen, Mehrsprachigkeit und einem gemeinsamen europäischen Werteverständnis bei Kindern und Jugendlichen. „Europa beginnt im Klassenzimmer“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wenn Schülerinnen und Schüler frühzeitig Sprachen lernen, andere Kulturen kennenlernen und internationale Erfahrungen sammeln, stärkt das nicht nur ihre persönliche Entwicklung, sondern auch den europäischen Zusammenhalt“, so Oldenburg.

Die Europaschulen verankern Themen wie Demokratie, Freiheit, nachhaltige Entwicklung und interkulturelles Lernen im Schulalltag. Dabei profitieren alle Schularten – von der Grundschule bis zur beruflichen Schule. Ein besonderer Fokus liegt auf internationalen Schulpatenschaften und Austauschprogrammen. Diese fördern nicht nur sprachliche Kompetenzen, sondern auch Toleranz, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. „Gerade in einer Zeit globaler Herausforderungen ist es wichtiger denn je, dass junge Menschen Europa verstehen und aktiv mitgestalten können“, so die Bildungsministerin weiter.

Ein zentrales Element der Europaschulen ist die Entwicklung eines kompetenzorientierten Europa-Curriculums. Es verbindet fachliches Lernen mit interkultureller Bildung und fördert gezielt das Verständnis der Schülerinnen und Schüler von Europa. Ergänzt wird das fachliche Lernen durch vielfältige Fremdsprachenangebote – teilweise bereits ab der ersten Klasse – sowie durch internationale Begegnungen und Auslandspraktika.

Mit der Besetzung der Landeskoordination zum 1. September 2025 hat das Land die Unterstützung der Schulen weiter gestärkt. Zudem sorgt ein neues einheitliches Logo für mehr Sichtbarkeit innerhalb des Netzwerks und darüber hinaus. Die feierliche Übergabe von Wandplaketten an die Schulen im vergangenen Schuljahr hat die Bedeutung eines gemeinsamen Auftritts unterstrichen. „Wir haben damit die Europaschulen und ihr Engagement noch weiter ins Bewusstsein gerückt“, betonte Oldenburg. „Das neue Erscheinungsbild macht deutlich: Diese Schulen stehen für Qualität, Offenheit und den internationalen Austausch.“

Anlässlich des bevorstehenden EU-Projekttages an Schulen am Montag, 27. April 2026, und der Europawochen vom 30. April bis 31. Mai 2026, wird das Engagement der Europaschulen besonders sichtbar. Veranstaltungen und Projekte bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit europäischen Themen auseinanderzusetzen und eigene Ideen einzubringen.

Übersicht über die Europaschulen in Mecklenburg-Vorpommern: 

  • Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum Greifswald
  • Schloss-Gymnasium Gützkow
  • Regionale Schule Jarmen
  • Deutsch-Polnisches Gymnasium Löcknitz
  • Europaschule Oskar-Picht-Gymnasium
  • Europaschule „Arnold Zweig“ Pasewalk
  • Regionale Schule „Adolph Diesterweg“ Stralsund
  • Regionale Schule mit Grundschule „Pestalozzi“ Demmin
  • Grundschule Ost „Hans Christian Andersen“ Neubrandenburg
  • Grundschule Mitte „Uns Hüsung“ Neubrandenburg
  • Gesamtschule „Vier Tore“ Neubrandenburg
  • Gymnasium Am Sonnenkamp Neukloster
  • Grundschule Europaschule Kiefernheide Neustrelitz
  • Gymnasium Carolinum Neustrelitz
  • Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen
  • SchulCampus Evershagen
  • Hundertwasser-Gesamtschule Rostock
  • Gymnasium Reutershagen Rostock
  • Verbundene Regionale Schule und Gymnasium Rövershagen
  • Europaschule Gymnasium Teterow
  • Europaschule Hagenow
  • Pädagogium Schwerin
  • Grundschule „John Brinckman“ Schwerin

Vergiss mein Nicht: Aktionstag gegen Demenz

Schwerin – Mit einer landesweiten Pflanzaktion machen die Alzheimer Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und die regionalen DemenzNetzwerke in diesen Tagen auf die Krankheit Demenz aufmerksam. Sozialministerin Stefanie Drese, die ebenfalls an der Pflanzaktion teilnahm, nannte Demenz heute eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und kündigte die Fertigstellung des landeseigenen Demenzplanes noch in diesem Sommer an.

„Demenzielle Erkrankungen betreffen Schätzungen zufolge schon jetzt rund 40.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Prognosen zufolge wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2060 verdoppeln“, erklärte die Ministerin. Dabei spiele das hohe Durchschnittsalter der Landesbevölkerung eine Rolle. „Aber: Demenz ist nicht nur eine Frage der Demografie. Auch der eigene Lebensstil spielt eine Rolle“, hob Drese hervor.

Neuen Erkenntnissen zufolge könnten zum Beispiel rund 40 Prozent aller Demenzerkrankungen durch die Vermeidung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Rauchen und Bewegungsmangel verhindert oder verzögert werden. Aber auch soziale Isolation ist ein Risikofaktor. „Auch darauf wollen wir mit dem Aktionstag noch einmal hinweisen und die Bedeutung der Prävention bei einer Erkrankung, deren Entstehen und Verlauf lange Zeit als nicht beeinflussbar galt, hervorheben“, so Drese weiter.

Die Ministerin wies darauf hin, dass in Mecklenburg-Vorpommern eine umfangreiche Expertise zu Demenz vorhanden ist. „Unser Landesverband der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen aber auch unsere Universitätskliniken und Hochschulen setzen sich mit viel Engagement für die Betroffenen und ihre Angehörigen ein, auch in unseren Landesgremien wie dem Pakt für Pflege, das sich in einem eigenen Handlungsfeld mit der Herausforderung Demenz beschäftigt“, erklärte die Ministerin.

Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe fließen unterdessen in den ersten Demenzplan Mecklenburg-Vorpommerns ein, der derzeit erarbeitet werde. „Das entsprechende Beteiligungsverfahren soll noch im kommenden Monat starten, mit der Fertigstellung rechnen wir im Sommer“, so Drese. Mit dem Demenzplan sollen die zur Verfügung stehenden Ressourcen und die vorhandene Expertise landesweit gebündelt, entsprechende Strukturen auf- und ausgebaut und vor allem die Lebensqualität von Menschen mit Demenz aber auch derer An- und Zugehörigen verbessert werden.

Drese: „Wir wissen, dass eine demenzielle Erkrankung die Betroffenen aber auch ihr Umfeld vor große Umbrüche und gesundheitliche wie pflegerische Fragen stellt. Sie alle wollen wir künftig so noch besser unterstützen und uns zukunftsgewandt auf die Veränderungen im Land einstellen, damit wir mit der Diagnose Demenz niemanden allein lassen.“

Demenz ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern eine Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen des Gehirns, die mit Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, der Konzentration, der Sprache oder der Orientierung einhergehen. Die Alzheimer-Krankheit ist mit 60-70 Prozent aller Fälle die häufigste Form der Demenz und eine unheilbare Störung des Gehirns.