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Schülerblick auf Gefahren von Cybermobbing

Gingster Sechstklässler erlernen Lösungsstrategien an erstem Anti-Mobbing-Tag

Insel Rügen – Mobbing im Internet. Kein Thema ist aktueller im Alltag eines Schülers. Daher haben sich die Jungen und Mädchen aus den 6. Klassen der Schule Gingst damit an einem eigenen Projekttag beschäftigt. Simon Altmann und Nadine Pirchi, zwei junge Schauspieler aus Berlin, unterstützten sie mit dem Theaterstück „Verletzt – vernetzt“. Darin machten sie unter anderem auf die Gefahren und Auswirkungen von Cybermobbing aufmerksam.

„Unsere Schüler haben das Stück mehr als aufmerksam verfolgt“, findet Sabine Tänzer, die als Teamleiterin zusammen mit ihren Kolleginnen den Projekttag organisiert hat. Die meisten Kinder kennen die Gefahren, die das Internet mit sich bringt. Und doch sei es immer wieder wichtig und notwendig, auf den sicheren und selbstbestimmten Umgang mit eigenen Bildern oder Kommentaren in sozialen Medien hinzuweisen. Das habe sie in dem Schauspielergespräch nach dem Stück gemerkt.

Nadine Pirchi und Simon Altmann vom Präventionstheater Terraraum (Bildmitte) mit den Klassensprechern aus den drei 6. Klassen der Schule Gingst. Foto: André Farin
Nadine Pirchi und Simon Altmann vom Präventionstheater Terraraum (Bildmitte) mit den Klassensprechern aus den drei 6. Klassen der Schule Gingst. Foto: André Farin

Nadine Pirchi nutzte nämlich die Stunde nach der Aufführung, um mit den jungen Zuschauern ins Gespräch zu kommen. „Ich bin begeistert von den Kindern“, meint Nadine Pirchi. „Auf alle Fragen kamen so gute Antworten. Sie haben das Stück gut verstanden und konnten auch über den Umgang mit den Gefahren Ideen austauschen.“ Damit hätten die beiden Schauspieler des Präventionstheaters Terraraum ihr Ziel erreicht. Sie wollen mit ihren Aufführungen zum Nachdenken anregen und auf die negativen Seiten der modernen Medien hinweisen. An über 100 verschiedenen Orten in Deutschland haben sie ihr aktuelles Stück bereits gezeigt und mit einem Zuschauergespräch verbunden. Eine coole Idee, denn schneller kann mich sich kein Feedback einholen.

Lunis Schulz, einer der Zuschauer an dem Mittwochmorgen in der Gingster Turnhalle, bringt sich besonders oft im Gespräch ein. „Ich fand das Stück cool“, sagt er nach dem Auftritt. „Mir hat am besten gefallen, wie die Probleme der beiden Schüler gezeigt wurden.“ Er meint damit Charlie und Lisa. Während der Junge bereits Erfahrungen als Mobbingopfer gesammelt hatte und die Schule wechseln musste, hatte Lisa Kontakt zu einem mysteriösen „Pic-Sammler“ im Internet. Genügend Gesprächsstoff auch für die Unterrichtsstunden nach dem Stück.

„Der Anti-Mobbing-Tag ist einer von sechs präventiven Projekttagen, die wir an unserer Schule etablieren“, erklärt Schulleiter André Farin. Inzwischen biete man in jeder Jahrgangsstufe ein Thema an, mit dem sich die Klassen auf ganz unterschiedliche Weise beschäftigen. „Nach sechs Schuljahren haben unsere Kinder zahlreiche Themen symbolisch und anschaulich behandelt.“ Neben Rassismus und Mobbing kommen die Gingster Kinder mit Fragen von Drogenmissbrauch, Erleben von Vielfalt, Gesundheit und Demokratie in Kontakt.

Drese: Jetzt an Piks gegen RSV denken

Schwerin – Für Säuglinge, die im April 2026 oder später geboren wurden, empfiehlt das Robert Koch-Institut eine Immunisierung gegen das Respiratorische Synzytial-Viren (RSV). „Dafür ist jetzt die richtige Zeit“, erklärte heute Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Wochenende zum bevorstehenden kalendarischen Herbstbeginn, der die Grippe- und damit auch RSV-Saison einläutet. Auch Kinder, die im vergangenen Winter oder Frühjahr auf die Welt gekommen sind und bisher keine RSV-Prophylaxe erhalten haben, können diese noch bis zum ersten Geburtstag nachholen.

„RSV-Infektionen sind bei Säuglingen der häufigste Grund für Krankenhauseinweisungen. Gerade in den ersten sechs Monaten sind sie besonders gefährdet, weil ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist. Deshalb kann es auch bei zuvor gesunden Kindern schneller zu gefährlichen Verläufen kommen“, betonte Drese.

Eine Infektion beginnt in der Regel mit Symptomen wie Schnupfen und trockenem Husten. Auch Halsschmerzen und Fieber können auftreten. Die Infektion kann außerdem auf die unteren Atemwege übergreifen, was den Husten verschlimmert, Atemnot kann die Folge sein. Bei besonders jungen Patientinnen und Patienten können sich zudem die feinen Äste der unteren Atemwege entzünden oder gar eine Lungenentzündung entstehen. Bei Frühgeborenen kann das bis zu Aussetzern der Atmung führen.

„Wie bedrohlich das sein kann, haben wir in den vergangenen Wintern bei regelrechten RSV-Wellen immer wieder gesehen“, hob die Ministerin hervor. „Die gute Nachricht ist, dass die seit 2024 von der STIKO empfohlene, einmalige RSV-Prophylaxe dazu beigetragen hat, schwere Verläufe und Aufenthalte auf der Intensivstation deutlich zu verringern. In diesem Jahr steht erstmals sogar ein zweiter monoklonaler Antikörper zur Vorbeugung zur Verfügung“, so Drese.

Sie bat Eltern mit Säuglingen, die noch keine RSV-Prophylaxe erhalten haben, das Gespräch mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt zu suchen, um sich zu einer möglichen RSV-Prophylaxe beraten zu lassen.

Die Kosten für die RSV- Prophylaxe werden dabei von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Auch die meisten Anbieter privater Krankenversicherungen kommen für die RSV-Prophylaxe auf.

20 Jahre Produktionsschule Westmecklenburg

Wenn aus eigener Leistung neues Selbstvertrauen wächst

Greven – Die Produktionsschule Westmecklenburg feiert am heutigen Sonnabend ihr 20-jähriges Bestehen. Sozial-Staatssekretärin Sylvia Grimm würdigte für die Landesregierung auf dem Grevener Hoffest das besondere Konzept der Einrichtung und die engagierte Arbeit der Lehrkräfte und Sozialpädagogen.

„Die Produktionsschule Westmecklenburg eröffnet für  Jugendliche und junge Erwachsene, deren Übergang in Ausbildung und Beruf mit besonderen Herausforderungen verbunden ist, eine neue Lebensperspektive. Sie verbindet praktisches Lernen direkt mit der Arbeit in echten Werkstätten. Unter marktähnlichen Bedingungen, aber in einem geschützten Raum und getragen von verlässlicher sozialpädagogischer Begleitung, entdecken junge Menschen ihre Potenziale“, sagte Grimm.

Viele Jugendliche hätten mit Schule früher oft nur Misserfolge verbunden. An der Produktionsschule hingegen erfahren sie oftmals das erste Mal echte Wertschätzung und Vertrauen. „Sie erleben tagtäglich: Was ich mit meinen eigenen Händen schaffe, wird gebraucht und gesehen. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit motiviere ungemein und weist den Weg in ein selbstbestimmtes Leben“, so Grimm.

Dass die Idee der Produktionsschulen in Mecklenburg-Vorpommern so tief verwurzelt ist, sei dabei auch dem unermüdlichen Einsatz von Geschäftsführer Jan Buchholz zu verdanken. Vor allem durch dessen Engagement und Beharrlichkeit ist es gelungen, dass es mittlerweile ein flächendeckendes Netz an Produktionsschulen im Land gibt, zu dem für die Produktionsschule Westmecklenburg der 2006 gegründete Campus in Greven und seit 2013 auch ein neuerer Standort in Schwerin gehören.

Um diese wertvolle Arbeit langfristig abzusichern, hat das Land die Finanzierung modernisiert und stellt in der laufenden Periode (2022–2028) insgesamt 27,73 Millionen Euro für die landesweit acht Produktionsschulstandorte bereit.

„Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Team und den Partnerbetrieben“, so Grimm. „Sie sind für die Jugendlichen zu echten Vertrauenspersonen und Ankern geworden – gerade dann, wenn der Lebensweg mal holprig verläuft.“

Bio-Landpartie: 57 Betriebe öffnen ihre Türen

Neustrelitz – Zur 19. BIO-Landpartie öffnen am morgigen Samstag, den 19.09. 2026, 57 Unternehmen und Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Türen. Besucherinnen und Besucher können dort und an vielen weiteren Orten erleben, wie ökologische Lebensmittel erzeugt, verarbeitet und regional vermarktet werden. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus eröffnet als Schirmherr die landesweite Aktion auf dem Hof Dudziak in Neustrelitz; die Bio-Landpartie wird koordiniert vom BUND-Landesverband MV.

Ende März 2026 wurden rund 206.500 Hektar im Land ökologisch bewirtschaftet. Jeder 4. Landwirtschaftsbetrieb in MV ist biozertifiziert „Mir ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in unserem Land ein großes Anliegen. Die Bio–Branche steht vor enormen Herausforderungen, die sich den aktuellen Entwicklungen nicht verschließen will und darf, die aber auch weiterhin Möglichkeiten finden muss, am Markt bestehen zu können.“

Backhaus betont, dass für die weitere Entwicklung des Ökolandbaus nicht allein die Erzeugung entscheidend sei: „Bio funktioniert auf Dauer nur, wenn die gesamte Kette funktioniert. Wir brauchen Landwirte, Verarbeiter, Schlachter, Handel und Verbraucher, die zusammenfinden. Unser Ziel ist deshalb klar: Mehr von dem, was in Mecklenburg-Vorpommern erzeugt wird, soll auch hier verarbeitet, veredelt und vermarktet werden. So bleibt Wertschöpfung im Land.“

Eine konkrete Antwort ist die Grundsteinlegung am 15.09.2026 für den modernsten Geflügelschlachthof Europas in Severin bei Domsühl. „Gerade bei Fleisch zeigt sich, wie wichtig funktionierende regionale Ketten sind. Wer Tiere regional hält, braucht auch Möglichkeiten, sie möglichst regional zu schlachten und zu verarbeiten. Sonst entstehen lange Wege und ein wichtiger Teil der Wertschöpfung wandert ab. Deshalb wollen wir Erzeuger, Schlachtung, Verarbeitung und Vermarktung stärker miteinander vernetzen.“

Weitere Beispiele für regionale Verarbeitung und damit Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern sind die Bio-Eichenmühle in Stavenhagen, die Mecklenburger Biofleischveredlungs GmbH in Waren und die Gläserne Molkerei Dechow.

Um die Wertschöpfung im Land weiter zu verbessern und zu erhöhen fördert das Land das Netzwerk „Bioregionale Wertschöpfung in MV“EU und Land unterstützen den Aufbau über vier Jahre mit 422.500 Euro, weitere 77.500 Euro kommen von der Stiftung NUE. „Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem die Außer-Haus-Verpflegung, Leguminosen und Spezialkulturen, dezentrale Lagerkapazitäten für Bio-Getreide sowie ausdrücklich mobile Schlachtung und regionale Fleischverarbeitung. Mit Modellprojekten sollen Antworten für zukünftige weitere Wertschöpfung in der Region gegeben werden.

Ein zweites Netzwerk stärkt seit Juni 2026 die Solidarische Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Bis 2029 stehen dafür 200.000 Euro aus EU- und Landesmitteln zur Verfügung. Die solidarische Landwirtschaft ist eine besondere Vermarktungsform und basiert auf gemeinsamem Wirtschaften, Organisieren und Finanzieren durch Landwirte und Verbraucher.

Backhaus abschließend: „Wir müssen weg vom Denken in einzelnen Gliedern und die ganze Wertschöpfungskette sehen. Gute Lebensmittel brauchen starke Betriebe – aber ebenso Schlachtung, Verarbeitung und Absatz. Genau dafür sind Netzwerke so wichtig: Sie bringen die richtigen Partner zusammen und schaffen aus regionaler Erzeugung auch regionale Wertschöpfung.“

Wie regionale Kreisläufe praktisch funktionieren, zeigt der Hof Dudziak, auf dem die diesjährige Bio-Landpartie am 19.09.2026 um 10:00 Uhr eröffnet wird. Der Betrieb bewirtschaftet mehr als 500 Hektar und hält unter anderem Rinder, Schweine und Geflügel. Eigene Erzeugnisse werden über Hofladen und Verkaufswagen vermarktet.

Startup Factory MV: Land fördert Innovations- und Gründungsplattform

Dr. Wolfgang Blank: „Die Startup Factory MV soll landesweit Gründerinnen und Gründer von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Unternehmen unterstützen“

Rostock – Wirtschaftsminister Dr. Wolf­gang Blank hat heute in Rostock einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro übergeben. Mit der Förderung unterstützt das Land den Aufbau und Betrieb der Startup Factory Mecklenburg-Vorpommern.

„Mecklenburg-Vorpommern hat starke Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen. Wir wollen noch besser darin werden, aus guten Ideen erfolg­reiche Unternehmen und neue, gut bezahlte Arbeitsplätze zu machen. Die Startup Factory bringt dafür Wissenschaft, Wirt­schaft und Kapital zusammen und unterstützt Gründerinnen und Gründer von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Unter­nehmen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank.

Die Startup Factory soll als landesweite Innovations- und Gründungsplattform insbesondere wissenschaftsbasierte und technologieorientierte Gründungen unterstützen. Vorgesehen sind Programme von der Ideengenerierung und Unter­nehmensgründung bis hin zu Wachstum und Internationa­lisierung. Schwerpunkte liegen in den Bereichen GreenTech, Blue Economy, Life Sciences, Engineering und Digitalisierung.

„Wir wollen noch mehr innovative Gründungen in Mecklen­burg-Vorpommern und bessere Bedingungen dafür schaffen, dass junge Unternehmen hier wachsen können. Dazu gehö­ren starke Netzwerke, Zugang zu Kapital und eine professio­nelle Begleitung. Genau hier setzt die Startup Factory an“, so Blank.

Die Förderung umfasst unter anderem Personalausgaben für die Betreuung von Start-ups, Programme zur Gründungs­förderung sowie Netzwerk- und Innovationsaktivitäten. Das Gesamtvolumen des Vorhabens beträgt rund 9 Millionen Euro. Das Land fördert das Vorhaben mit 50 Prozent bezie­hungsweise rund 4,5 Millionen Euro aus Mitteln der Gemein­schaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschafts­struktur“ (GRW). Der Eigen-Anteil an der Startup Factory in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro wird von der Mittelstän­dischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern sowie von den Beteiligungsgesellschaften der Ostsee Spar­kasse Rostock und der Sparkasse Vorpommern finanziert.

Am 20. September ist Weltkindertag

Schutz, Gesundheit und Beteiligung: Mecklenburg-Vorpommern stärkt Jugendbeteiligung – erstmals dürfen 16- und 17-Jährige bei der Landtagswahl mitentscheiden

Schwerin – Kinderrechte sind mehr als der Schutz vor Gewalt. Sie bedeuten auch, sicher, gesund und gut aufzuwachsen, Unterstützung zu bekommen und mitreden zu können. Darauf weist Sozial- und Jugendministerin Stefanie Drese anlässlich des Weltkindertages am 20. September hin.

„Kinderrechte beginnen nicht erst, wenn etwas schiefgeht. Sie bedeuten, Kindern von Anfang an gute Bedingungen für ihr Aufwachsen zu geben, sie zu schützen, wenn sie Hilfe brauchen, und ihre Stimme ernst zu nehmen“, sagte Drese. „Kinderschutz, Gesundheitsförderung und Beteiligung gehören für mich deshalb zusammen.“

Mit dem neuen Kinderschutzgesetz hat Mecklenburg-Vorpommern erstmals ein eigenes Landesgesetz geschaffen und Prävention, fachübergreifende Zusammenarbeit sowie die Qualifizierung von Fachkräften gestärkt. Hinzu kommen die Rückübertragung des Landesjugendamtes in die Landesverwaltung und die neue Zentrale Stelle Kinderschutz. Angebote wie die Kinderschutz-Hotline, das Childhood-Haus und die Kontaktstelle Kinderschutz wurden fortgeführt und ausgebaut. „Kinderschutz braucht verlässliche Strukturen, gut ausgebildete Fachkräfte und kurze Wege, wenn Kinder oder Familien Unterstützung brauchen“, so Drese.

Für Familien gibt es zudem ein Netz niedrigschwelliger Hilfen – von den Frühen Hilfen und Familienhebammen bis zu inzwischen zehn Kinder- und Familienzentren. Mit KipsFam werden Kinder und Jugendliche aus Familien mit psychischen oder Suchterkrankungen unterstützt.

Auch ein gesundes Aufwachsen ist ein Kinderrecht. Die Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention setzt deshalb Schwerpunkte bei Bewegung, psychischer Gesundheit, Suchtprävention und Gesundheitskompetenz. „Kinder brauchen Bewegung, verlässliche Beziehungen und Unterstützung, wenn es ihnen nicht gut geht. Deshalb setzen wir früh an, um Familien, Kitas, Schulen und Fachkräfte zu stärken“, sagte Drese.

Zum Kinderrecht auf Beteiligung gibt es in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls einen aktuellen Anlass: Am Sonntag dürfen bei der Landtagswahl erstmals 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz stärkt darüber hinaus die Mitsprache junger Menschen auf kommunaler Ebene und verpflichtet dazu, sie bei Planungen und Vorhaben zu beteiligen, die ihre Interessen berühren.

„Mit 16 bei einer Landtagswahl wählen zu dürfen, ist ein starkes Zeichen: Junge Menschen sind nicht nur die Zukunft unseres Landes, sondern Teil unserer Gesellschaft – mit eigenen Rechten und eigenen Vorstellungen“, sagte Drese. „Wenn junge Menschen etwas betrifft, müssen wir ihnen zuhören und ihnen echte Möglichkeiten geben, Einfluss zu nehmen.“

Mit zusätzlichen Fördermitteln für demokratische Jugendarbeit unterstützt das Land 2026 und 2027 außerdem Jugendverbände, Beteiligungsnetzwerke und weitere Projekte, die demokratische Teilhabe junger Menschen stärken.

„Starke Kinder brauchen Schutz, Chancen und eine Stimme. Genau darum geht es am Weltkindertag – und genau daran müssen wir jeden Tag arbeiten“, so Drese.

Land fördert Entwicklungsplan für den Zoologischen Garten

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Rostocker Zoo als ganzjähriges Ausflugsziel für Jung und Alt“

Rostock – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat einen Zuwen­dungsbescheid in Höhe von rund 150.000 Euro an den Rostocker Zoo übergeben. Gefördert wird die Erstellung eines Masterplans für die Weiterentwick­lung des Zoologischen Gar­tens. Die Gesamtausgaben be­tragen rund 200.000 Euro. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Ver­besserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Der Rostocker Zoo ist ein Anziehungspunkt für Urlauber, Tagesgäste und Familien. Mit dem Masterplan schaffen wir die Grundlage, um den Zoo als ganzjähriges Angebot weiter zu stärken und zukünftige Investitionen gezielt vorzubereiten. Das macht Rostock auch außerhalb der Hauptsaison als Aus­flugs- und Urlaubsziel noch attraktiver. Davon profitieren ebenso die Gastronomie, das Gastgewerbe und weitere Unternehmen in der Region“, sagte Minister Dr. Blank.

Der Masterplan soll Konzepte und Strategien für die weitere Entwicklung des Zoologischen Garten bündeln. Dazu gehören Kosten-Nutzen-Analysen sowie mögliche Zeitrahmen für erfor­derliche Maßnahmen und künftige Projekte. Ziel ist es, vor­handene Konzeptideen und notwendige Maßnahmenpakete in umsetzbare Planungs- und Bauvorhaben zu überführen.

„Mit einer vorausschauenden Planung ermöglichen wir die verfügbaren Mittel wirksam einzusetzen. Der Masterplan soll aufzeigen, welche Vorhaben den Zoo weiter voranbringen und in welchen Schritten sie umgesetzt werden können. Damit wird aus guten Ideen eine konkrete Perspektive für die Zukunft“, so Minister Dr. Blank.

Berufswahl-SIEGEL: 13 Schulen ausgezeichnet

Oldenburg: Eine gute Berufliche Orientierung eröffnet jungen Menschen Perspektiven

Schwerin – Wie gelingt der Übergang von der Schule in die Ausbildung, in das Studium und in den Beruf? 13 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zeigen mit ihren Konzepten und Angeboten, wie Schülerinnen und Schüler frühzeitig Orientierung erhalten und praxisnah Einblicke in die Arbeitswelt gewinnen können. Für ihr besonderes Engagement in der Beruflichen Orientierung sind sie in dieser Woche mit dem Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet worden. Sieben Schulen haben das Siegel bereits zum vierten Mal erhalten.

„Eine gute Berufliche Orientierung eröffnet jungen Menschen Perspektiven und hilft ihnen dabei, eigene Interessen, Fähigkeiten und berufliche Möglichkeiten zu entdecken. Die ausgezeichneten Schulen zeigen, wie vielfältig und praxisnah diese Aufgabe gestaltet werden kann“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Mein Dank gilt den Lehrkräften, Schulleitungen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern sowie außerschulischen Partnern, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg begleiten und ihnen die Türen zur Arbeitswelt öffnen.“

Das Berufswahl-SIEGEL zeichnet Schulen aus, die sich in besonderer Weise für die Berufliche Orientierung ihrer Schülerinnen und Schüler einsetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem vielfältige Angebote zur Berufs- und Studienorientierung, praxisnahe Erfahrungen sowie Kooperationen mit Unternehmen, Institutionen und weiteren Partnern außerhalb der Schule.

„Berufliche Orientierung gelingt dann besonders gut, wenn Schule und Arbeitswelt eng miteinander verbunden sind. Praktika, Betriebserkundungen, Gespräche mit Auszubildenden oder die Zusammenarbeit mit Unternehmen eröffnen Wege in den Beruf und stellen erste wichtige Kontakte her“, so die Bildungsministerin weiter. „Die Schulen mit Berufswahl-SIEGEL zeigen, dass Schülerinnen und Schüler von solchen Erfahrungen profitieren und dadurch ihre eigenen Entscheidungen zielgerichteter treffen können.“

Sieben der ausgezeichneten Schulen haben das Siegel bereits zum vierten Mal erhalten. „Das ist ein starkes Zeichen für die Kontinuität ihrer Arbeit. Sie gehören damit zu den Schulen, die seit Beginn der Auszeichnung im Jahr 2013 dabei sind“, sagte Oldenburg. „Berufliche Orientierung ist keine einzelne Veranstaltung, sondern ein Prozess, der junge Menschen über mehrere Jahre hinweg begleitet. Dafür braucht es engagierte Schulen und verlässliche Partnerschaften.“

Neben den rezertifizierten Schulen sind in diesem Jahr auch Schulen zum ersten Mal mit dem Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet worden. „Ich gratuliere allen 13 Schulen zu dieser Auszeichnung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Schülerinnen und Schüler Perspektiven entwickeln und gezielter den Beruf ergreifen, der am besten ihren Neigungen entspricht“, so die Bildungsministerin.

Diese Schulen wurden 2026 mit dem Berufswahl-SIEGEL MV ausgezeichnet:

  • Regionale Schule mit Grundschule „Martha Müller-Grählert“ Franzburg (3. Zertifizierung)
  • Integrierte Gesamtschule „Erwin Fischer“ Greifswald (4. Zertifizierung)
  • Regionale Schule mit Grundschule „Prof. Gustav Pflugradt“ Niepars (4. Zertifizierung)
  • GodeWind Schule Rostock – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen (4. Zertifizierung)
  • ecolea – Internationale Schule Güstrow (2. Zertifizierung)
  • Kooperative Gesamtschule mit Grundschule RecknitzCampus Laage (Erstzertifizierung)
  • John-Brinckman-Gymnasium Güstrow (Erstzertifizierung)
  • Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg (4. Zertifizierung)
  • Gymnasium Carolinum Neustrelitz (3. Zertifizierung)
  • Gymnasiales Schulzentrum „Fritz Reuter“ Dömitz (4. Zertifizierung)
  • Gymnasium Am Sonnenkamp Neukloster (4. Zertifizierung)
  • Neumühler Schule Schwerin (4. Zertifizierung)
  • Niels-Stensen-Schule Schwerin (3. Zertifizierung)

Das Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg und die Niels-Stensen-Schule Schwerin werden am Nachmittag auf dem 12. bundesweiten Netzwerktag des Berufswahl-SIEGEL-Netzwerks in Berlin als Botschafterschule ausgezeichnet.