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Land fördert Tierwohl, Wettbe­werbsfähigkeit und Klimaschutz

Dargelütz – Agrarminister Dr. Till Backhaus hat am Vormittag dem Landwirtschaftsbetrieb Schultz in Dargelütz zwei Förderbescheide im Rahmen des Agrarinvestitions­förderungsprogramms (AFP) in Höhe von rund 42.400, bzw. 42.600 Euro überreicht. Dazu erklärt der Minister:

„Heute investieren wir nicht nur in zwei Mobilställe wir investieren in die Zukunft des ländlichen Raums. Landwirtschaft ist und bleibt das wirtschaftliche Rückgrat vieler Regionen in MV. Wo Landwirtschaft erfolgreich ist, bleiben Arbeitsplätze, Wert­schöpfung und Lebensqualität im ländlichen Raum erhalten. Moderne Landwirtschaft bedeutet heute: wirtschaftlich erfolgreich, tiergerecht, nachhaltig und innovativ.

Die beiden geförderten Vorhaben stehen beispielhaft für diesen Weg: Investitionen in mobile Legehennenställe, mehr Tierwohl, mehr Flexibilität in der Haltung, regionale Eierproduktion und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

Fördermittel sind dabei Hilfe zur Selbsthilfe. Sie schaffen Planungssicherheit und ermöglichen Investitionen, die Betriebe häufig nicht allein stemmen könnten. Gleichzeitig lösen öffentliche Mittel erhebliche private Investitionen aus und stärken das regionale Handwerk.“

Die Finanzierung erfolgt demnach über das Land Mecklenburg-Vorpommern, den Bund (Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz – GAK) sowie ELER-Mittel der Europäischen Union.

Das Ziel der Maßnahme sei die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, des Tierwohls sowie der Umwelt- und Klimaschutzleistungen landwirtschaftlicher Betriebe, so Backhaus:

„Als Landesregierung bekennen wir uns klar zu einer leistungs­fähigen Landwirtschaft. Wer Versorgungssicherheit, Tierwohl und Klimaschutz gleichermaßen will, muss Investitionen ermöglichen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Förderpro­gramme praxisnah und verlässlich auszugestalten. Denn: Ländliche Räume sind Zukunftsräume. Hier werden Lebensmittel erzeugt. Hier entstehen Innovationen. Hier wird Landschaft gepflegt. Hier übernehmen Familienbetriebe Verantwortung über Generationen.“

Spatenstich für erste Mustergerätehäuser

Ribnitz-Damgarten – Die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Rukieten im Landkreis Rostock und im zu Ribnitz-Damgarten gehörenden Ortsteil Klockenhagen profitieren als erste vom neuen Feuerwehrgerätehaus-Programm der Landesregierung. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nimmt heute an beiden Orten den ersten Spatenstich für den Bau von neuen Feuerwehrgerätehäusern vor.

Beide Gemeinden erhalten standardisierte Mustergerätehäuser aus dem 50-Millionen-Programm der Landesregierung. „Die Brände der vergangenen Woche haben gezeigt, wie wichtig modern ausgestatte Feuerwehren sind. Dazu gehören moderne Fahrzeuge ebenso wie Feuerwehrgerätehäuser. Um möglichst viele davon in möglichst kurzer Zeit bauen zu können, haben wir gemeinsam mit Praktikern Muster-Feuerwehrgerätehäuser entwickelt.

Das spart Zeit, Aufwand und vor allem Geld. Wir können mit den zur Verfügung stehenden 50-Millionen-Programm mehr neue Feuerwehrgerätehäuser bauen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Insgesamt werden durch das 50-Millionen-Programm an 58 Orten Mustergerätehäuser gebaut, die oftmals auch als Dorfgemeinschaftshäuser genutzt werden können. Darüber hinaus profitieren 32 weitere Orte durch den Neubau und die Modernisierung von Feuerwehrgerätehäusern von diesem Programm.

Schwesig dankte Feuerwehren im Land. „Sie retten Leben, schützen Eigentum und bewahren uns vor Gefahren. Am Tag oder in der Nacht, am Wochenende oder Feiertag. Auch unter Einsatz des eigenen Lebens. Gerade bei großen und schwierigen Bränden wie kürzlich im Müritz-Nationalpark wird uns das bewusst. Da stehen dann die Feuerwehrkameradinnen und Kameraden aus dem ganzen Land und aus den Nachbarländern zusammen.

Danke für Ihren Einsatz, in besonders gefährlichen Situationen ebenso wie im Alltag!“ Das Land lädt am 12. September zum alle zwei Jahre stattfindenden Dankeschön-Fest für die Feuerwehren im Land in Mühlengeez ein.

Gefahren von Alkohol in der Schwangerschaft

Drese überreicht Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro an FASD-Fachstelle

Rostock – Schätzungen zufolge werden in Deutschland jedes Jahr bis zu 10.000 Kinder mit irreversiblen Entwicklungsstörungen geboren, die auf den Alkoholkonsum der Mutter zurückgehen. „Diese fetale Alkoholspektrum-Störung, kurz FASD, ist damit die häufigste nicht-genetische Behinderung und eine, die tragischerweise in Gänze vermeidbar wäre. Darüber müssen wir noch viel stärker aufklären und für die Risiken des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft sensibilisieren. Gleichzeitig brauchen Betroffene und ihre Familien verlässliche Unterstützungsangebote“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese diese Woche bei ihrem Besuch der FASD-Beratungsstelle in Rostock.

Mit im Gepäck hatte sie einen Zuwendungsbescheid des Landes in Höhe von rund 100.000 Euro, der die Arbeit der Beratungsstelle auch für die Jahre 2026 und 2027 sicherstellen soll. „Die Fachstelle der Rostocker Stadtmission ist für ganz Mecklenburg-Vorpommern ein unverzichtbarer Anlaufpunkt. Ob mit allgemeinen Fragen, familiären Herausforderungen oder bei der Suche nach pädagogischer, therapeutischer oder medizinischer Hilfe: Das Team unterstützt Betroffene, Eltern, Pflege- und Adoptivfamilien oder Fachkräfte in jeder Hinsicht“, erklärte Drese.

Vor dem Hintergrund, dass Menschen mit FASD häufig ein Leben lang auf individuelle Unterstützung angewiesen sind, sei das eine enorme Entlastung für die Betroffenen. „Umso wichtiger ist es, dass sie und ihr Umfeld kompetente Ansprechpartner finden, die sie beraten und begleiten. Das unterstützen wir mit den Fördermitteln des Landes natürlich gern“, so die Ministerin.

Dass die Fachstelle darüber hinaus auch in der Öffentlichkeitsarbeit rund um das Diagnosebild FASD aktiv ist, ist aus Sicht der Ministerin ebenfalls ein enormer Zugewinn. „Zum einen ist FASD in der Öffentlichkeit oft noch wenig bekannt. Zum anderen ist es zu tiefst erschreckend, dass rund 20 Prozent der Frauen auch während der Schwangerschaft Alkohol konsumieren. Knapp acht Prozent sogar so viel, dass die Alkoholmenge selbst für nichtschwangere Frauen als riskant gilt“, unterstrich Drese. Teilweise sei Unwissenheit über die Folgen des Konsums der Auslöser, zum Teil seien es aber auch bestehende Abhängigkeitserkrankungen.

„Ich würde mir daher wünschen, dass wir gesamtgesellschaftlich ein größeres Bewusstsein dafür schaffen, dass es während der Schwangerschaft keine vermeintliche Grenze für einen sicheren Alkoholkonsum gibt und jeder Tropfen schädlich ist. Ich kann deshalb nur appellieren, sich bei Bedarf frühzeitig Unterstützung bei unseren Sucht- und Schwangerschaftsberatungsstellen zu holen, die Betroffene auch in schwierigen Lebenssituationen kompetent und vertraulich unterstützen“, betonte Drese. Es gehe dabei ausdrücklich nicht darum, Schuld zuzuweisen, sondern frühzeitig Hilfe anzubieten und damit gesundheitliche Schäden für Kinder zu verhindern. Eine Beratung sei oft auch anonym möglich.

„Gleiches gilt für die FASD-Fachstelle, die vor Ort, telefonisch, per Chat, Videokonferenz oder Email berät“, erklärte Drese. Alle Informationen finden Interessierte unter https://rostocker-stadtmission.de/fasd-beratungsstelle-m-v .

Angebot festigt und erweitert Wissen zum Schulrecht

Land plant Ausweitung der digitalen Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Lehrkräfte auf vielen verschiedenen Wegen – unter anderem durch das digitale „Web Based Training – Schulrecht“. Dieses E-Learning-Angebot zum Schulrecht richtet sich an Referendarinnen und Referendare, Lehrkräfte im berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst und im Seiteneinstieg. Außerdem können auf Probe verbeamtete Lehrkräfte das Modul absolvieren genauso wie schulische Führungskräfte im Land. Seit Einführung des Angebots im Jahr 2025 haben 133 Teilnehmende die Fortbildung erfolgreich abgeschlossen.

„Das Schulrecht ist die Grundlage für rechtssicheres Handeln, schützt alle Beteiligten und gibt Lehrkräften Sicherheit, pädagogische Entscheidungen verantwortungsvoll, fair und transparent zu treffen. Umso wichtiger ist es, dass alle Lehrkräfte das Schulrecht sicher beherrschen. Durch das Web Based Training zum Schulrecht haben Lehrkräfte die Möglichkeit, Beruf und Privatleben noch besser zu vereinbaren. Sie können ganz individuell entscheiden, wann sie sich den Inhalten der Fortbildung widmen.

Das steigert nicht nur die Attraktivität des Angebotes, sondern entlastet auch Lehrkräfte. Insbesondere für ein so umfassendes Themengebiet wie das Schulrecht ist das Web Based Training eine sehr gute Option“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Für den erfolgreichen Abschluss der Qualifizierung steht den Teilnehmenden abhängig von ihrer Aufgabe, beispielsweise als Referendarin bzw. Referendar oder Führungskraft, unterschiedlich viel Zeit zur Verfügung. Sie können das Modul sowohl zeit- als auch ortsunabhängig und somit individuell nach ihren Bedürfnissen in ihren jeweiligen Alltag integrieren. Die Nutzerinnen und Nutzer können dabei nach Bedarf unbegrenzt die Inhalte lesen, anhören und bearbeiten.

Das Land möchte zukünftig noch mehr Lehrkräften die Möglichkeit geben, Fortbildungen örtlich und zeitlich unabhängig zu besuchen. So sind für 2027 unter anderem die Module „Aufsicht und Haftung“, „Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen“ sowie „Urheberrecht“ und „Datenschutz“ geplant.

Steuerverwaltung sucht Nachwuchs

96 Ausbildungs- und Studienplätze in der Finanzverwaltung

Schwerin – Die Steuerverwaltung Mecklenburg-Vorpommern sucht Nachwuchskräfte. Bis zum 30. November 2026 können sich Interessierte für die Ausbildung zur Finanzwirtin bzw. zum Finanzwirt (w/m/d) oder das duale Studium zur Diplom-Finanzwirtin bzw. zum Diplom-Finanzwirt (w/m/d) bewerben. Insgesamt stehen jeweils 48 Ausbildungs- und 48 Studienplätze mit Beginn im Herbst 2027 zur Verfügung.

„Steuern finanzieren das, was unser Land stark macht – von Schulen und Straßen über Polizei und Justiz bis hin zur Digitalisierung. Wer sich für eine Ausbildung oder ein Studium in der Steuerverwaltung entscheidet, übernimmt Verantwortung für das Gemeinwohl und gestaltet die Zukunft unseres Landes aktiv mit. Gleichzeitig bieten wir einen modernen, sicheren Arbeitsplatz mit sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten“, sagt Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

Die Ausbildung und das duale Studium verbinden Theorie und Praxis. Die praktischen Abschnitte finden in einem der zehn Finanzämter Mecklenburg-Vorpommerns statt. Die theoretische Ausbildung beziehungsweise das Fachstudium erfolgt an der Norddeutschen Akademie für Finanzen und Steuerrecht Hamburg, Außenstelle Güstrow, auf dem Campus der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege Mecklenburg-Vorpommern.

Bereits während der Ausbildung oder des Studiums erhalten die Nachwuchskräfte eine attraktive Besoldung, flexible Arbeitszeitmodelle sowie ein iPad für das digitale Lernen. Nach erfolgreichem Abschluss bestehen sehr gute Übernahmechancen in das Beamtenverhältnis sowie vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Fort- und Weiterbildung. Die Steuerverwaltung bietet damit eine langfristige Perspektive in einer zunehmend digitalisierten Verwaltung.

Die zweijährige Ausbildung richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerer Reife oder einem gleichwertigen Schulabschluss. Das dreijährige duale Studium setzt die Hochschul- oder Fachhochschulreife voraus. Beide Laufbahnen bieten abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgaben. Dazu gehören die Bearbeitung und rechtliche Prüfung von Steuererklärungen, die Festsetzung von Steuern sowie die Aufsicht über deren Erhebung und Beitreibung.

Dabei arbeiten die Nachwuchskräfte eng mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den Angehörigen der steuerberatenden Berufe zusammen. Nach einer erfolgreichen Einarbeitung eröffnen sich zudem vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, beispielsweise in der Betriebsprüfung oder anderen spannenden Aufgabenbereichen der Steuerverwaltung.

Bewerbungen sind bis zum 30. November 2026 online über das Karriereportal der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern oder per E-Mail möglich. Das Auswahlverfahren umfasst eine Bewerbung, einen digitalen kognitiven Eignungstest sowie ein mündliches Auswahlverfahren im Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin.

Weitere Informationen und Bewerbung sind im Karriereportal der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern zu finden.

Pflege und Neupflanzungen an Alleen und Kreis- sowie Gemeindestraßen

Umweltministerium und BUND M-V wollen gemeinsam die Baumarten­vielfalt und die Anzahl der Lücken­bepflanzungen in Alleen und einseitigen Baumreihen an Kreis- und Gemeindestraßen erhöhen

Schwerin – Innerhalb Deutschlands stellt Mecklenburg-Vorpommern bis heute nach Brandenburg das alleenreichste Bundesland dar. Mindestens 4.374 km gesetzlich geschützter Alleen und einseitiger Baumreihen kommen außerhalb geschlossener Ortschaften an allen Straßen und ländlichen Wegen vor.

Daraus ergibt sich eine besondere gesellschaftliche und politische Verantwortung zum Schutz und zur Pflege, die bereits 1992 gesetzlich und mit einem Er-lass geregelt wurden. Artikel 12 der Landesverfassung und § 19 des Naturschutzausführungs­gesetzes verpflichten z.B. zur Neu- und Nachanpflanzung.

Seit 1994 erfolgt die Umsetzung auch mit Hilfe des „Alleenfonds“. Die überwiegende Anzahl von Projekten, die mit Mitteln des „Alleenfonds“ finanziert werden, finden an kommunalen Straßen (vor allem an Gemeindestraßen) und an ländlichen Wegen (teilweise privat) statt und werden durch die Oberste Naturschutzbehörde geleitet.

Beispielsweise ist im Vergleich zum Jahr 2024 (Ausgaben erfolgten in Höhe von ca. 153.000 Euro) der Ausgabewert für das Jahr 2025 mit ca. 376.000 Euro deutlich höher.

Im Jahr 2025 wurden mit den Mitteln des „Alleenfonds“ insgesamt 1.109 Alleebäume baumerhaltend gepflegt und 229 Alleebäume gepflanzt, vor allem als Lückenbepflanzung auf Flächen der Städte Putbus und Dassow.

„Viele Gemeinden setzen sich mit großem Engagement für den Erhalt der Alleen ein, das überwiegend im Ehrenamt und mit hohem persönlichem Einsatz“, so Minister Dr. Till Backhaus.

Als landesweit vorbildlich seien in diesem Zusammenhang das Engagement und die Vielfalt der Aktivitäten im Alleenschutz in den Gemeinden Ummanz und Parchtitz (Insel Rügen) zu nennen.

Einzigartig sind zum Schutz der Straßenbäume der Verzicht auf Streusalz auf ca. 32 km Gemeindestraßen in der Gemeinde Ummanz seit 2013 sowie der abschnittsweise Aufbau der ersten Speierlings-Allee auf Gut Boldevitz in der Gemeinde Parchtitz seit 2009.

Im Dezember 2025 erfolgten auf Initiative der Stadt Dassow sowie engagierter Bürger und Bürgerinnen des Ortes Pötenitz 78 Nachpflanzungen mit drei Baumarten in den Lücken der ca. 100 bis 120 Jahre alten „Eichen-Allee“ an einem touristisch stark genutzten Spurweg. Hier bestehen keine Ausbauabsichten und es wird zum Schutz der Allee auf Streusalz im Winter verzichtet. Gleichzeitig grenzt die Allee an großräumige landwirtschaftliche Nutzflächen.

Am 31. Juli 2026 konnte sich der Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus von der Geschlossenheit der Allee und den mit den angrenzenden Landwirten erzielten Kompromissen überzeugen und sprach sich vor dem Hintergrund der vielfältigen Probleme mit einigen einheimischen Baumarten dafür aus, dass „wir ge-meinsam – auch vor dem Hintergrund des Klimawandels, einer Häufung bisher unbekannter Baumkrankheiten und Massen­vermehrungen von Baumschädlingen, insbesondere Insekten und Mikroorganismen,  die Baumartenvielfalt in den Alleen erhöhen müssen“.

Die Oberste Naturschutzbehörde hat in diesem Zusammenhang seit 2022 eine detaillierte „landesspezifische Baumartenliste“ erarbeitet, die derzeit etwas mehr als 100 Baumarten (BA) und Baumsorten umfasst, darunter 22 einheimische Baumarten. Definierte Standortparameter sollen es ermöglichen, die geeignete Baumart für den Standort aus dieser Liste zu filtern. Alle in der Liste aufgeführ-ten Baumarten sind für Straßen­seitenräume geeignet.

Dementsprechend kann jeder Eigentümer, der die Neu- und Nachanpflanzung einer Allee in einem „Straßenseitenraum“ an einer Kreis- oder Gemeindestraße plant, entsprechende Baumarten mit Mitteln des „Alleenfonds“ fördern lassen, sofern es sich nicht um Ersatzpflanzungen handelt.

Es ist geplant, die Liste als gemeinsame Empfehlung mit der für Bundes- und Landesstraßen zuständigen Obersten Straßenbau­verwaltung im Oktober zu veröffentlichen.

Mit dem Naturschutzgesetz Mecklenburg-Vorpommern ist für Alleen nicht nur der gesetzliche Schutz verankert, sondern auch bestimmt, dass die zuständige Behörde rechtzeitig und in ausreichendem Umfang Neuanpflanzungen vorzunehmen hat, um den Alleenbestand nachhaltig zu sichern. Ergänzend dazu enthält der „Baumschutzkompensationserlass“ vom 15. Oktober 2007 umfassende Regelungen zur Kompensation von Baum­fällungen sowie nach Beschädigung von Baumkronen und -wurzeln, und zwar für „Einzelbäume“, „Baumgruppen“, „Baumreihen“, „Alleen“ und „einseitigen Baumreihen“ die sich nicht an Bundes- und Landesstraßen befinden.

Trotz dieser sehr guten gesetzlichen Regelung machte Katharina Dujesiefken, Referentin für Baum- und Alleenschutz beim BUND Landesverband am 31. Juli 2026 Minister Backhaus darauf aufmerksam, dass alle Landkreise hinsichtlich der Kompensation von gefällten Straßenbäumen große Defizite haben und sagte:

„Seit 2011 wird durch den BUND M-V eine Statistik über Pflanzungen und Fällungen in den sechs Landkreise geführt. Alle Angaben beruhen auf Aussagen der Landkreise. Das Defizit an Pflanzungen zum Erhalt der Alleenlandschaft an Kreis- und Gemeindestraßen stieg seitdem auf über 7800 Bäume. In den letzten fünf Jahren hat sich die Tendenz noch verschärft. Es werden zu wenig Ersatzpflanzungen von allen Landkreisen an Kreisstraßen durchgeführt.“

Hinsichtlich der Baumkontrollen an Kreisstraßen ergänzte Frau Dujesiefken, dass es für eine gute Baumpflege entscheidend sei, dass jeder Landkreis eigenes und geschultes Personal für die Baumkontrolle aufbaue. Dieses würde die Alleen besser kennen als Firmen, die oftmals aus anderen Bundesländern nur ein oder zweimal in der betreffenden Allee tätig seien. Die Baumpflege würde baumschonen und effizient erfolgen und wäre somit auch kostensparend für die Kreise.

„Die Alleen sind ein prägendes und ökologisch wertvolles Element in der Landschaft unseres Bundeslandes; ihren Erhalt werden wir weiterhin unterstützen“, so Minister Dr. Till Backhaus, der sich vor allem bei den zahlreichen Gemeinden für ihr Engagement im Alleenschutz bedankt.

Olympischer Vormittag zur Hanse Sail

Bewegung, Spiel und olympische Begeisterung für die Jüngsten

Warnemünde – In Rostock-Warnemünde haben heute rund 70 Kinder und Fachkräfte der Rostocker Kindertagesstätten einen Olympischen Vormittag voller Spiel, Sport und Spaß erlebt.  Mit der Veranstaltung am Warnowufer würdigten die Sportjugend des Landessportbundes, der Stadtsportbund Rostock und das Sportministerium MV das Engagement der Rostocker Kindertageseinrichtungen und Sportvereine, die sich im Kooperationsprogramm „KinderBewegungsLand“ gemeinsam für mehr Bewegung im Kita-Alltag einsetzen.

„Mit dem KBL-Programm bringen wir seit vielen Jahren Sportvereine und Kitas zusammen und schaffen so wöchentliche Bewegungsangebote an mittlerweile 185 beteiligten Kitas, mit denen wir rund 4.400 Kinder erreichen. Ein enormer Erfolg, denn regelmäßige Bewegung ist bereits im Kindesalter entscheidend für ein gesundes Aufwachsen“, betonte Sport- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese bei Ihrem Besuch vor Ort.

So warteten auf der Freifläche des Straßensport e.V. Rostock auch heute verschiedenste Bewegungsparcours und Spielstationen auf die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Neben den motorischen Fähigkeiten, die so geschärft werden, bietet der Sport aber auch noch weitere Vorteile. Er stärkt etwa für das Selbstvertrauen, fördert die Entwicklung von sozialen Kompetenzen und vermittelt Werte wie Teamarbeit, Fairness und gegenseitigen Respekt. Gerade deshalb investieren wir auch als Land jährlich rund 500.000 Euro in Programme wie das KinderBewegungsLand und ‚Schule und Verein‘“, erklärte die Ministerin.

Möglich seien diese Angebote in der Umsetzung aber nur durch das große Engagement und die enge Zusammenarbeit der beteiligten Sportvereine und Kitas. „Dafür wollen wir mit der heutigen Veranstaltung vor der besonderen Kulisse der Hanse Sail einmal ausdrücklich danke sagen“, unterstrich die Ministerin.

Gleichzeitig wollen die Partner den Olympischen Vormittag dazu nutzen, um die Olympiabewerbung Rostock-Warnemündes als Segelstandort weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. „Vielleicht stehen einige der Kinder bei den Olympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044 ja sogar selbst als Athletinnen und Athleten am Start, engagieren sich als Volunteers oder erleben die Spiele als begeisterte Zuschauer“, so Drese. Ein eigenes ‚KinderBewegungsLand meets Olympia‘-T-Shirt bleibt allen heutigen Teilnehmenden bis dahin als Erinnerung – oder wahlweise auch als Ansporn.

Hanse Sail Business Forum 2026

Schwesig: Positive Entwicklung im Tourismus und in der maritimen Wirtschaft

Rostock – Auf dem Hanse Sail Business Forum 2026 hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Rostock eine positive Bilanz der wirtschaftlichen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gezogen. „Trotz internationaler Krisen und einer schwierigen wirtschaftlichen Situation in ganz Deutschland zeigen sich unsere Wirtschaft und unser Arbeitsmarkt sehr robust“, erklärte die Ministerpräsidentin.

„Wir haben im vergangenen Jahr das zweitbeste Tourismusergebnis in der Geschichte unseres Landes erzielt. Und auch die aktuellen Tourismuszahlen zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern seine Position als eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland ausbaut. Im ersten Quartal hatten wir ein Plus von 6 Prozent bei den Gästeankünften und von 4 Prozent bei den Übernachtungen“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Zu dieser positiven Entwicklung trage auch die Hanse Sail als das große maritime Volksfest im Land bei.

Die maritime Wirtschaft habe gute Perspektiven. Das zeige sich gerade am Standort Rostock. „Der Rostocker Hafen konnte im ersten Halbjahr erneut einen Umschlagrekord bekanntgeben. Liebherr hat ein Umsatzplus von 20 Prozent gemeldet und baut eine neue Werkshalle. Die Neptun-Werft hat einen Milliardenauftrag für den Bau einer großen Konverterplattform an Land gezogen. Im Juni haben wir mit dem Rammschlag feierlich den Bau des maritimen Gewerbeparks in Warnemünde eingeleitet“, zählte die Ministerpräsidentin auf.

„Die Stärkung der Wirtschaftskraft unseres Landes und die Sicherung der Arbeitsplätze sind die wichtigste Aufgabe der Landesregierung“, betonte Schwesig. Dabei setze das Land auch auf internationale Zusammenarbeit. Deshalb sei es gut, dass Polen in diesem Jahr Partnerland der Hanse Sail sei. „Polen ist seit Jahren konstant einer der wichtigsten Außenhandelspartner Mecklenburg-Vorpommerns. Es ist ein ausgewogenes Verhältnis: Wir importieren und exportieren sowohl landwirtschaftliche Produkte als auch Industriewaren. Wir haben ein Interesse daran, diese Zusammenarbeit zu verstärken. Denn wir können als Nachbarn voneinander profitieren und den Wohlstand in unseren Ländern gemeinsam steigern.“