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Ab heute: Neue Regiobuslinie mv83

Dr. Blank: „Neubrandenburg und Greifswald rücken näher zusammen und wir verbessern die Mobilität entlang der gesamten Strecke.“

Neubrandenburg – Ab heute verbindet die neue Regiobuslinie mv83 Neubrandenburg über Altentreptow und Jarmen mit der Hansestadt Greifswald. Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank hat die neue Verbindung am Montag gemeinsam mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) in Neubrandenburg offiziell gestartet.

„Mit der neuen Regiobuslinie rücken nicht nur Neubrandenburg und Greifswald näher zusammen – wir verbessern die Mobilität auch für die Menschen aus Altentreptow und Jarmen. Gerade im ländlichen Raum brauchen wir verlässliche und attraktive Verbindungen, damit die Menschen auch ohne eigenes Auto möglichst unkompliziert zur Arbeit, zum Arzt, zum Einkaufen oder in ihrer Freizeit unterwegs sein können.

Der Regiobus MV ist dafür ein wichtiger Baustein. Zudem kommen die Fahrgäste ohne Umstieg nun deutlich schneller von Neubrandenburg nach Greifswald und zurück. Die neue Regiobuslinie verbindet zwei Hochschulstandorte, mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum und der Universitätsmedizin Greifswald zwei Maximalversorger und zugleich zwei wichtige Wirtschaftsstandorte“, sagte Blank.

Die neue Linie mv83 verkehrt montags bis freitags zunächst viermal pro Tag und Richtung, am Wochenende werden anfangs zwei Fahrtenpaare angeboten. Die Linie wurde zwischen den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald abgestimmt und wird von der kreiseigenen Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) betrieben. Das Land fördert die Linie mv83 2026 mit ca. 70.000 Euro.

Regiobusse verkehren auf wichtigen Verbindungsachsen in Mecklenburg-Vorpommern und erfüllen prinzipiell einheitliche Qualitätsstandards, die über das klassische Linienbusangebot hinausgehen. Sie bieten unabhängig von Schul- und Ferienzeiten verlässliche Verbindungen, auch am Wochenende und außerhalb der Hauptverkehrszeiten.

Durch die Abstimmung mit weiteren Bus- und Bahnangeboten stärken Regiobusse insbesondere die Anbindung ländlicher Regionen an die zentralen Orte. Die Regiobuslinien sind eine tragende Säule der seit 2023 laufenden Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern und verkehren seit dem 24.08.2026 nach einem einheitlichen Nummerierungssystem und dem Präfix „mv“. Aktuell gibt es 18 „mv-Linien“.

Die Einführung von Regiobussen ist ein zentrales Standbein der Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Mobilitätsoffensive stärkt das Land den öffentlichen Nahverkehr insbesondere im ländlichen Raum. Neben dem Ausbau des Regiobusnetzes gehören dazu Leistungsausweitungen im Schienenpersonennahverkehr und landesweite Rufbusangebote.

Ziel ist es, auch außerhalb der größeren Städte verlässliche und miteinander verknüpfte Mobilitätsangebote zu schaffen. Im Jahr 2025 hat das Land insgesamt knapp 55 Millionen Euro für die Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern investiert. Im laufenden Jahr 2026 sind rund 60 Millionen Euro vorgesehen.

Sichere Sandgewinnung vor Graal-Müritz:

Land lässt 250 Munitions­verdachtsfälle untersuchen

Graal-Müritz – Vor der Küste zwischen Graal-Müritz und Dierhagen setzt Mecklenburg-Vorpommern die systematische Untersuchung und Räumung von Kampfmitteln im Meeresboden fort. Rund 250 Verdachtsobjekte sollen in einem vier bis sechs Kilometer von der Küste entfernten Seegebiet untersucht und, soweit möglich, fachgerecht geborgen werden. Die Arbeiten sind Teil der seit 2019 laufenden Sondierung der marinen Sandlagerstätte „Graal-Müritz“. Dort wurden bislang fast 4.000 kampfmittelrelevante Anomalien festgestellt.

Umweltminister Dr. Till Backhaus betont: „Hier greifen Munitionsbergung und Küstenschutz unmittelbar ineinander. Wir brauchen Sand aus der Ostsee, um unsere Strände und Dünen zu erhalten und die Menschen an der Küste vor Sturmfluten und Landverlust zu schützen. Diesen Sand können wir aber nur gewinnen, wenn wir sicherstellen, dass von den Lagerstätten keine Gefahr durch alte Munition ausgeht. Deshalb investieren wir Jahr für Jahr in die Untersuchung und Räumung dieser Flächen.“

Rund 500.000 Kubikmeter Sand werden im langjährigen Durchschnitt jährlich benötigt, um natürliche Sandverluste an Mecklenburg-Vorpommerns Außenküste auszugleichen. Auf mehr als 100 Kilometern bilden Dünen, Strand und vorgelagerte Flachwasserbereiche ein natürliches Schutzsystem gegen Überflutung und Küstenrückgang. Insgesamt schützen Küstenschutzanlagen auf mehr als 450 Kilometern den Lebens- und Wirtschaftsraum an der Küste.

Die Herausforderung: Alle für die Sandgewinnung vorgesehenen marinen Lagerstätten des Landes befinden sich innerhalb kampfmittelbelasteter Flächen oder entsprechender Verdachtsflächen. Deshalb werden sie vor einer Sandentnahme systematisch untersucht. Zunächst werden mögliche Objekte mit geophysikalischen Verfahren geortet. Auffällige Stellen werden anschließend durch qualifizierte Berufstaucher untersucht. Kampfmittel werden, soweit möglich, geborgen und fachgerecht beseitigt.

In den vergangenen zehn Jahren wurden im Auftrag des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg rund 100 Quadratkilometer Meeresboden auf Kampfmittel untersucht. Dafür stellt das Land jährlich bis zu 1,5 Millionen Euro bereit.

Backhaus: „Die Hinterlassenschaften zweier Weltkriege werden uns noch über Jahrzehnte beschäftigen. Aber wir warten nicht darauf, dass alte Munition zum Problem wird. Wir untersuchen die Flächen systematisch, beseitigen Gefahren und schaffen damit zugleich die Voraussetzung dafür, dass wir unseren Küstenschutz auch künftig zuverlässig gewährleisten können.“

Mit der diesjährigen Kampagne wird die Untersuchung der Lagerstätte „Graal-Müritz“ fortgesetzt. Beauftragt ist die Hansataucher GmbH aus Hamburg. Die Arbeiten sollen bis spätestens Ende November abgeschlossen werden. In den vergangenen Jahren wurden dort bereits zahlreiche Kampfmittel geborgen – von kleinkalibrigen Geschossen und Munitionsschrott bis zu großkalibriger Munition, darunter eine rund 80 Zentimeter große Seemine.

Schwesig würdigt Engagement der Landwirtschaft und der Landfrauen

Grabow – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in ihrem Grußwort beim 35. Landeserntedankfest in Grabow die Bedeutung der Landwirtschaft für Mecklenburg-Vorpommern gewürdigt: „Die Landwirtschaft ist hierzulande eine wichtige Arbeitgeberin. Unsere Landwirtschaft ist eine der modernsten und leistungsfähigsten in Europa. Darauf können wir stolz sein.“ Sie danke allen in der Land- und Ernährungswirtschaft Tätigen.

Die Landesregierung stehe weiter an der Seite der Landwirtschaft und denke die ländlichen Räume bei Entscheidungen immer mit. Sie sagte: „Wir haben uns beim Bund vehement dafür eingesetzt, dass der steuerlich begünstigte Agrardiesel wieder eingeführt wird. Auf EU-Ebene machen wir uns gemeinsam bei der Planung des Mehrjährigen Finanzrahmens der Europäischen Union stark.“

Sie nahm auch die Landeserntekrone entgegen, die traditionell von den Landfrauen überreicht wurde. „Wie in jedem Jahr verdeutlichen wir unseren Dank mit der Landeserntekrone. Das ist eine schöne Tradition.“ Ihr Dank gelte den Landfrauen, die die Krone in vielen Stunden Handarbeit gefertigt haben.

Sie gratuliere zum 35jährigen Bestehen von Landesbauernverband und Landfrauen. „Landwirtschaft und ihre Organisationen gehören zu Mecklenburg-Vorpommern, nicht zuletzt, weil die Landwirtschaft und die ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern eine so wichtige Rolle spielen.“ Herausforderungen müsse man gemeinsam anpacken. „Das machen wir im Gespräch mit den Bauern und ihren Organisationen, wie bisher und mit den Menschen vor Ort, in den ländlichen Regionen, die Mecklenburg-Vorpommern ausmachen“, so Schwesig.

35. Landeserntedankfest

Backhaus: „Gute Ernte allein reicht nicht aus“

Grabow – Wenn Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende in Grabow das 35. Landeserntedankfest feiert, geht es um mehr als Ernteerträge. Es geht um einen Wirtschaftszweig, der jeden Tag Lebensmittel produziert, Arbeitsplätze und Wertschöpfung sichert und die ländlichen Räume prägt. Unter dem Motto „Tüffeln, Trecker un Tohuus“ rückt Grabow am 3. und 4. Oktober genau diese Verbindung von Landwirtschaft, regionalen Produkten und Heimat in den Mittelpunkt.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus wird am Sonntag am Landeserntedankfest teilnehmen. Für ihn ist das Fest auch Anlass, den Blick auf die wirtschaftliche Bedeutung der gesamten Land- und Ernährungswirtschaft zu richten:

„Was auf unseren Feldern und in unseren Ställen beginnt, schafft weit darüber hinaus Wertschöpfung: in Molkereien und Schlachtereien, in Mühlen und Bäckereien, im Lebensmittelhandwerk und in vielen weiteren Unternehmen. Diese Kette beginnt bei unseren Landwirtinnen und Landwirten. Sie versorgt uns mit Lebensmitteln, schafft Arbeit und Einkommen und gibt unseren ländlichen Räumen wirtschaftliche Kraft. Darauf können wir in Mecklenburg-Vorpommern stolz sein.“

Die Ernte 2026 zeigt dabei ein differenziertes Bild. Beim Winterweizen werden rund 84,5 Dezitonnen je Hektar erreicht, bei der Wintergerste knapp 89 Dezitonnen. Beim Raps fällt die Bilanz mit knapp 29 Dezitonnen je Hektar deutlich schwächer aus.

Doch Ertrag und wirtschaftlicher Erfolg sind nicht dasselbe. Hohe Kosten für Dünger, Energie, Maschinen und Reparaturen treffen auf teilweise niedrige Erzeugerpreise. Harnstoff kostet rund 22 Prozent mehr als vor einem Jahr, Kalkammonsalpeter rund 20 Prozent mehr. Reparaturen und Ersatzteile für Landmaschinen sind inzwischen rund 40 Prozent teurer als vor 2022. Besonders angespannt ist die wirtschaftliche Situation in Teilen der Tierhaltung.

Backhaus: „Eine gute Ernte ist noch lange kein gutes Wirtschaftsjahr. Entscheidend ist, was am Ende auf dem Betrieb übrig bleibt. Wer regionale Lebensmittel aus Mecklenburg-Vorpommern will, muss deshalb auch wollen, dass Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion hier wirtschaftlich erfolgreich sein können. Wir brauchen Betriebe, die investieren, junge Menschen ausbilden und eine Zukunft haben. Dafür brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen, weniger unnötige Bürokratie und ausreichend unternehmerischen Spielraum.“

Das Landeserntedankfest macht zugleich sichtbar, was regionale Wertschöpfung ganz praktisch bedeutet. Am Samstag und Sonntag präsentieren sich regionale Anbieter auf dem Markt in der Grabower Innenstadt. Zum Programm gehören außerdem unter anderem Jagd und Fischerei, Showkochen mit Produkten aus Mecklenburg-Vorpommern, plattdeutsche Kultur, Musik, Erntewagen und Erntekronen. Am Samstagabend wird zum Ernteball eingeladen.

Am Sonntag beginnt das Programm um 10 Uhr mit dem Erntedankgottesdienst. Um 11.30 Uhr startet der Festumzug durch die Grabower Altstadt. Ab 14.30 Uhr folgen die Grußworte der Ehrengäste und die Übergabe der Landeserntekrone an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Erntedank heißt für mich deshalb nicht nur zurückzuschauen. Es geht auch um die Frage, wie wir unsere heimische Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion für die Zukunft stark halten. Denn regionale Lebensmittel brauchen regionale Betriebe. Und starke Betriebe bedeuten starke ländliche Räume. Genau dafür steht dieses Fest“, betonte Backhaus.

Rund 3,4 Mio. Euro für sechs deutsch-polnische Projekte

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken Kooperationen und bringen Menschen über Grenzen hinweg zusammen“

Schwerin – Sechs weitere deutsch-polnische Projekte erhalten Unterstützung aus dem Kooperationsprogramm Interreg VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen. Im Rahmen der siebten Sitzung des Begleitausschusses wurden die Vorhaben zur Förderung ausgewählt, zu deren Umsetzung rund 3,4 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt werden. Im Mittelpunkt stehen der Schutz der biologischen Vielfalt sowie kulturelle Begegnungen von Kindern und Jugendlichen.

„Die deutsch-polnische Zusammenarbeit lebt von Menschen, die gemeinsam etwas für ihre Region bewegen. Mit diesen Projekten schützen wir unseren gemeinsamen Naturraum, bringen Forschung und Praxis zusammen und ermöglichen jungen Menschen Begegnungen mit der Kultur unseres Nachbarlandes. So wird europäische Zusammenarbeit vor Ort konkret erlebbar“, so Minister Dr. Blank.

Das Projekt „One Nature Pomerania“ soll das Bewusstsein und die gesellschaftliche Akzeptanz für Naturschutz- und Renaturierungsmaßnahmen im deutsch-polnischen Grenzraum stärken, um den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Euroregion Pomerania langfristig zu sichern. Dazu setzen die Partner grenzübergreifende Bildungsformate, Fachschulungen und Öffentlichkeitsarbeit um. Gleichzeitig wird die institutionelle Zusammenarbeit im Umweltmonitoring und Ökosystemschutz gestärkt. Projektpartner auf deutscher Seite ist der „Rewilding Oder Delta e.V.“ aus Rothenklempenow. Für das Projekt sind rund 1,5 Mio. Euro EFRE-Mittel vorgesehen. Der Durchführungszeitraum ist vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2029.

Das Projekt „ARBO-BIO-PHARM“ begegnet dem Biodiversitätsverlust und dem Klimadruck in der Euroregion Pomerania, indem es durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis lokale, klimaresistente Gehölze für die Baumschulwirtschaft und Pharmazie nutzbar macht. Die deutsch-polnischen Partner entwickeln dafür torfreduzierte Substrate, innovative Vermehrungsmethoden und bieten Schulungen an. Ziel ist es, die Pflanzenproduktion nachhaltiger zu gestalten und grenzübergreifende Forschungsressourcen effizient zu nutzen. Projektpartner auf deutscher Seite ist das Institut für Pharmazie der Universität Greifswald. Das Vorhaben erhält eine Förderung in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro EFRE.

Darüber hinaus wurden vier „Kleinteilige Projekte“ für eine Förderung ausgewählt. Kleinteilige Projekte umfassen ein Budgetvolumen von mindestens 50.000 EUR EFRE bis höchstens 200.000 EUR Gesamtbudget.

Das Projekt „Puszcza i Ryś“ stärkt als gemeinsame Initiative der Gemeinde Police, des Grenzüberschreitenden Zentrums für Umweltbildung in Zalesie und des Tierparks Ueckermünde den Schutz von biologischer Vielfalt und von Waldlebensräumen im deutsch-polnischen Grenzraum. Durch den Aufbau zweier zweisprachiger Bildungsräume – darunter eine modernisierte Luchsanlage und ein interaktiver Erlebnisraum – sowie gemeinsame Praxisworkshops für 600 Teilnehmende wird ein dauerhaftes, grenzübergreifendes Umweltbildungsangebot für alle Altersgruppen geschaffen. Projektpartner auf deutscher Seite ist der Tierpark Ueckermünde e.V. Das Vorhaben erhält eine Förderung in Höhe von rund 140.000 Euro EFRE.

Das Projekt „BIO+. Biodiversität ohne Grenzen – Schutzmaßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung und den Erhalt der biologischen Vielfalt von Mooren, Sümpfen und Feuchtgebieten.“ wirkt der fortschreitenden Zerstörung von Mooren und Feuchtgebieten im deutsch-polnischen Grenzraum entgegen. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung für deren essentielle Rolle beim Klimaschutz und für die Wassersicherheit. Mit Workshops, Forschungswanderungen und Biodiversitätsfestivals sollen insbesondere Kinder und Jugendliche aktiv für den Schutz dieser gemeinsamen Ökosysteme begeistert werden. Projektpartner auf deutscher Seite ist die Arbeitsinitiative Letschin e.V. Das Vorhaben erhält eine Förderung in Höhe von rund 95.000 Euro EFRE.

Das deutsch-polnische Projekt „REWILDING“ wirkt der Belastung der Flussökosysteme im Oderdelta entgegen.  Mit naturbasierten Lösungen stärkt das Projekt den Biodiversitätsschutz und die Klimaanpassung im Raum Stettiner Haff. Vor-Ort-Maßnahmen, Bürgerbeteiligung und Bildungsmedien schaffen eine gemeinsame Plattform für mehr Bewusstsein und die grenzüberschreitende Verantwortung im Programmgebiet. Projektpartner auf deutscher Seite ist die Rewilding Oder Delta e.V. aus Rothenklempenow. Das Vorhaben erhält eine Förderung in Höhe von rund 125.000 Euro EFRE.

Das Projekt „Klasse.Klassik!“ baut kulturelle Barrieren im deutsch-polnischen Grenzraum ab und stärkt die kulturelle Teilhabe und den direkten Austausch von Kindern und Jugendlichen. Mit 24 interaktiven Schulkonzerten und Austauschformaten mit Musikerinnen und Musikern aus beiden Ländern schafft das Projekt gemeinsame kulturelle Erlebnisse, baut Vorurteile ab und stärkt nachhaltige Kooperationsstrukturen. Projektpartner auf deutscher Seite ist die Neue Philharmonie MV aus Neubrandenburg. Das Vorhaben erhält eine Förderung in Höhe von rund 160.000 Euro EFRE.

„Wenn Kinder und Jugendliche gemeinsam Musik erleben und ihr Nachbarland kennenlernen, wachsen Verständnis und Vertrauen. Grenzüberschreitende Begegnungen schaffen persönliche Verbindungen und stärken langfristig die Zusammenarbeit in unserer Region“, betonte Minister Dr. Blank.

Kommunen, Vereine, Bildungseinrichtungen und weitere Institutionen aus Deutschland und Polen sind eingeladen, gemeinsame Vorhaben zu entwickeln und Anträge für die aktuell laufende Förderperiode einzureichen. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Innovation, Kultur und Tourismus, Klimaanpassung, Naturschutz und Biodiversität sowie institutionelle Zusammenarbeit.

Wer wird „Frau des Jahres“ 2027 in Mecklenburg-Vorpommern?

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt bitten um Vorschläge bis 30. Oktober 2026

Schwerin – Zum neunten Mal wird die Landesregierung im nächsten Jahr den Frauen in Mecklenburg-Vorpommern einen ganz speziellen Dank für ihr Engagement und für ihre Leistungen aussprechen. Auch im März 2027 wird die Auszeichnung „Frau des Jahres“ vergeben werden. Seit dem Jahr 2019 würdigt das Land Mecklenburg-Vorpommern mit dieser Auszeichnung den gesellschaftlichen Einsatz von Frauen.

„Die Leistungen starker Frauen prägen Mecklenburg-Vorpommern – aber viel zu oft bleibt ihr Einsatz unsichtbar. Mit der ‚Frau des Jahres 2027‘ holen wir Frauen ins Rampenlicht, die Verantwortung übernehmen, anpacken und für andere da sind. Wer eine solche Frau kennt, sollte sie jetzt vorschlagen. Denn außergewöhnliches Engagement verdient nicht nur Dank, sondern öffentliche Anerkennung“, sagt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Es sind oft ganz unterschiedliche Frauen, die unser Land jeden Tag ein Stück besser machen: Frauen, die sich für andere einsetzen, die Verantwortung übernehmen, die nicht wegsehen, sondern mit Mut und Ausdauer etwas bewegen. Unsere aktuelle Frau des Jahres, Birgit Waniorek, zeigt auf besondere Weise, wie wertvoll dieses Engagement für unsere Demokratie und unser gesellschaftliches Miteinander ist. Mit der ‚Frau des Jahres‘ möchten wir solche Geschichten erzählen und damit auch anderen Frauen Mut machen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich einzubringen. Ich bin gespannt, welche beeindruckenden Frauen uns in diesem Jahr aus den verschiedenen Regionen unseres Landes vorgeschlagen werden. “

Bis zum 30. Oktober 2026 können engagierte Frauen vorgeschlagen werden. Die Frauen können zum Beispiel durch eine einmalige, besondere Aktion oder eine Leistung aufgefallen sein. Voraussetzung für eine Berücksichtigung ist, dass die vorgeschlagene Frau in Mecklenburg-Vorpommern wohnt oder in einer Einrichtung oder Organisation im Land beruflich oder ehrenamtlich aktiv ist. Vorschlagsberechtigt sind die Landkreise und kreisfreien Städte, Kommunen, Vereine, Verbände und Parteien sowie alle Bürgerinnen und Bürger von Mecklenburg-Vorpommern. Die namentlichen Vorschläge mit einer aussagekräftigen Begründung sowie einem kurzen Lebenslauf der vorgeschlagenen Person können bis einschließlich 30. Oktober 2026 beim Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz eingereicht werden. Senden Ihren Vorschlag einfach per E-Mail mit Begründung an

fraudesjahres@jm.mv-regierung.de

oder per Brief an

Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz
Leitstelle für Frauen und Gleichstellung
Stichwort „Frau des Jahres“
Puschkinstraße 19 – 21
19055 Schwerin.

Die Auszeichnung wird auf dem Empfang zum Frauentag im März 2027 von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt erfolgen.

Mehr Informationen zu den Preisträgerinnen der vergangenen Jahre finden Sie per Klick ->hier.

Krankenhausreform in M-V geht in entscheidende Phase

Grimm bei VKD-Herbsttagung: „Wir brauchen Veränderung – aber mit Verantwortung“ / Leistungsgruppenzuweisungen sollen zum 1. Januar 2027 umgesetzt werden

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern geht bei der Krankenhausreform in die entscheidende Phase. Zum 1. Januar 2027 sollen die neuen Leistungsgruppenzuweisungen greifen. Gesundheitsstaatssekretärin Sylvia Grimm betonte heute bei der 33. Herbsttagung des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) in Rostock, dass das Land auf die Umsetzung gut vorbereitet ist. Zugleich machte sie deutlich, dass die Reform einen tiefgreifenden Strukturwandel auslöse, der mit Augenmaß gestaltet werden müsse.

„Ein Weiter-so in der Krankenhauspolitik kann und darf es nicht geben. Aber Veränderung darf auch nicht bedeuten, die Versorgung auf dem Land auszudünnen. Unser Ziel ist deshalb klar: Wir wollen Qualität und Spezialisierung stärken und gleichzeitig alle 37 Krankenhausstandorte in Mecklenburg-Vorpommern erhalten. Das ist Strukturwandel mit Verantwortung. Für uns gilt deshalb: Qualität ja – aber nicht auf Kosten der Erreichbarkeit“, so die Gesundheits-Staatssekretärin.

Auch die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser mache Veränderungen notwendig. Die bestehenden Defizite seien allerdings nicht erst durch die Reform entstanden, so Grimm. Mit der Neuordnung der Versorgung, stärkerer sektorenübergreifender Zusammenarbeit und den maßgeblich vom Land mitverhandelten Sicherstellungszuschlägen sollen Standorte wirtschaftlich stabilisiert und die flächendeckende Grund- und Regelversorgung abgesichert werden. „Erste Veränderungen sind bereits sichtbar: Die Krankenhausstandorte Crivitz und Bützow haben Bescheide für eine Zuweisung als sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen erhalten“, sagte Grimm.

Genau darum habe das Land sich beim Bund mit Nachdruck für die besonderen Bedingungen dünn besiedelter Regionen eingesetzt. „Wir haben erreicht, dass Ausnahmen von einzelnen Qualitätsvorgaben möglich bleiben, wenn diese zur Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung zwingend erforderlich sind. Diese Möglichkeit wird Mecklenburg-Vorpommern verantwortungsvoll nutzen“, verdeutlichte Grimm.

Nach Einschätzung Grimms ist das Land für die Umsetzung gut aufgestellt. Mit dem neuen Landeskrankenhausgesetz, dem im Mai verabschiedeten Krankenhausplan und der dazugehörigen Rechtsverordnung seien die entscheidenden Grundlagen frühzeitig geschaffen worden. „Wir sind nicht erst dabei, die Reform zu planen. Wir sind mitten in ihrer Umsetzung – und wir haben dafür frühzeitig die notwendigen Grundlagen geschaffen,“ sagte die Staatssekretärin.

Jetzt beginnt nach Aussage von Grimm die nächste konkrete Phase: Nach der Gremienabstimmung im Oktober sollen die geplanten Leistungsgruppenzuweisungen an die Krankenhäuser übermittelt werden. Ab Mitte November sind Anhörungen mit den einzelnen Häusern vorgesehen. Zum 1. Januar 2027 sollen die Zuweisungen der Leistungsgruppen umgesetzt werden.

Grimm betonte, dass die anstehenden Entscheidungen für die Krankenhäuser weitreichend seien. Die künftigen Versorgungsaufträge bestimmten maßgeblich, welche Leistungen an einem Standort erbracht, welche Strukturen weiterentwickelt und wo Kooperationen oder Spezialisierungen notwendig würden.

„Die Krankenhausreform wird nicht jedes wirtschaftliche Problem lösen. Aber sie bietet die Chance, unsere Krankenhauslandschaft zukunftsfester aufzustellen. Dafür braucht es Veränderungsbereitschaft bei allen Beteiligten: beim Land, bei den Krankenkassen und bei den Krankenhäusern selbst. Unser Kompass bleibt dabei klar: gute Qualität, verlässliche Versorgung und starke Standorte in der Fläche“, so Grimm.

Aufbau eines großflächigen Drohnen-Lagebildes

Forschungsprojekt soll Drohnenflüge schneller erkennen und besser einordnen

Stralsund – Mit dem versuchten Angriff auf eine Transportmaschine am Flughafen Leipzig/Halle hat der zunehmende Einsatz von Drohnen für Spionage- und Sabotagezwecke eine neue Gefahrenqualität angenommen. Wie Sicherheitsbehörden dieser neuen Gefahrenlage besser entgegnen können, wird jetzt in einem richtungsweisenden Projekt in Mecklenburg-Vorpommern untersucht und erprobt. Ziel ist es, ein belastbares und großflächiges Lagebild aufzubauen und dessen Überführung in die Einsatzpraxis der Landespolizei zu untersuchen.

Das Innenministerium wird gemeinsam mit dem Institut für sichere mobile Kommunikation an der Hochschule Stralsund dieses großflächige Drohnen-Lagebild aufbauen. Im Projekt wird analysiert, wie Informationen zu Drohnenbewegungen der im Verbund eingesetzten Sensoren in einem Echtzeit-Lagebild für die Arbeit der Polizei zusammengeführt werden können. Im Fokus steht dabei insbesondere der Schutz kritischer Infrastrukturen, Häfen, Energieanlagen und militärischer Liegenschaften.

Innenminister Christian Pegel betont: „Die aktuellen Drohnenvorfälle machen deutlich, dass es nicht mehr ausreicht, einzelne Sichtungen zu melden und diesen anschließend nachzugehen. Wir brauchen ein Lagebild, das Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführt und unseren Sicherheitsbehörden zeigt, was tatsächlich im Luftraum passiert. Deshalb bauen wir gemeinsam mit der Hochschule Stralsund etwas auf, das es in dieser Form noch nicht gibt. Wir bringen Forschung, Technologie und die Erfahrung unserer Sicherheitsbehörden zusammen. So schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass wir schneller erkennen, besser entscheiden und am Ende früher handeln können.“

Prof. Dr. Andreas Noack, Leiter des Instituts für sichere mobile Kommunikation an der Hochschule Stralsund, ergänzt: „Wir haben hier im Land und an der Hochschule in den vergangenen Jahren starke Kompetenzen für die praxisnahe Erforschung von Drohnentechnologie aufgebaut, die wir in das Projekt für ein großflächiges Drohnen-Lagebild einbringen. Wir können dabei auf hochqualifiziertes Personal und eine gewachsene Partnerschaft mit den Sicherheitsbehörden setzen. Das ist ein entscheidender Vorteil dafür, dass der Transfer in die Einsatzpraxis gut gelingt.“

Prof. Dr. Björn Rupp, Geschäftsführer der Gesellschaft für Sichere Mobile Kommunikation, von der die Sensorik für das großflächige Drohnen-Lagebild kommt, fügt dem hinzu: „Die Technologie, die wir für das Projekt bereitstellen, ist erprobt und einsatzbereit. Das Projekt startet also mit einem technischen Vorsprung, der die sofortige Umsetzung der aus dem Lagebild gewonnen Erkenntnisse in Echtzeit ermöglicht. Das Zusammenwirken von Forschung, Sicherheitsbehörden und Industrie ist der richtige Weg, um die ausgezeichneten in Deutschland vorhandenen technischen Fähigkeiten zum Nutzen des Landes gezielt einzusetzen.“