Menü Schließen

Großgewerbestandort für den Verkehr freigegeben

Hornstorf – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Hornstorf, der Hansestadt Wismar und des Landkreises Nordwestmecklenburg das Großgewerbe- und Industriegebiet Wismar-Hornstorf für den Verkehr freigegeben. Das Land unterstützt die Erschließung des Hornstorfer Teils mit mehr als 32,3 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Mit den Mitteln wurden unter anderem Erschließungsstraßen sowie Geh- und Radwege, Anlagen für Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser, Strom- und Gasversorgung, Breitbandinfrastruktur und Straßenbeleuchtung geschaffen. Die Gesamtausgaben für die Erschließung des Hornstorfer Teils belaufen sich auf rund 39 Millionen Euro.

„Heute geben wir nicht einfach nur neue Straßen für den Verkehr frei. Wir geben einen Standort für seine eigentliche Aufgabe frei: Unternehmen Raum für Investitionen, Produktion und neue Arbeitsplätze zu bieten. Aus einer Fläche auf dem Plan ist ein real nutzbarer Wirtschaftsstandort geworden. Jetzt geht es darum, weitere Unternehmen für diesen Standort zu gewinnen, die investieren, Wertschöpfung schaffen und gute Arbeitsplätze in die Region bringen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank.

Der Standort verfügt mit der unmittelbaren Lage am Autobahnkreuz von A 14 und A 20, der Nähe zum Seehafen Wismar und zum Hochschulstandort über wichtige Voraussetzungen für größere Industrie- und Gewerbeansiedlungen. Der erste Spatenstich für die Erschließung erfolgte im September 2021.

Im Hornstorfer Projektgebiet stehen rund 45,5 Hektar Baugebietsfläche zur Verfügung, davon 15,1 Hektar als Industrie- und 30,4 Hektar als Gewerbegebiet. Rund 24 Hektar sind bereits verkauft oder reserviert. Auf einer ersten Fläche haben Ende Juli konkrete Bauarbeiten für eine Unternehmensansiedlung begonnen. Weitere Ansiedlungsanfragen liegen vor.

„Das Interesse zeigt, dass der Standort am Markt wahrgenommen wird. Wir wollen insbesondere industrielle und produzierende Unternehmen gewinnen, die hohe Wertschöpfung schaffen, gute Beschäftigung bieten und die besonderen Potenziale dieses Standortes nutzen – allen voran die Nähe zum Seehafen Wismar“, so Blank.

Die Gemeinde Hornstorf, die Hansestadt Wismar und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg bauen derzeit eine gemeinsame Vermarktung des Standortes auf. Ein gemeinsamer Internetauftritt soll spätestens im Oktober online gehen. Im September startet zudem die Arbeit an einem gemeinsamen Vertriebs- und Marketingkonzept. Das Land und Invest in MV wollen die Partner bei der nationalen und internationalen Investorenansprache unterstützen.

Klein, wohnortnah, unverzichtbar

Drese bekennt sich beim Tag der offenen Tür zum Krankenhaus Boizenburg

Boizenburg – Gesundheitsministerin besucht KMG Klinik und betont besondere Bedeutung kleiner Krankenhäuser für die ländliche Versorgung – Krankenhausreform geht in entscheidende Phase.

Klein heißt nicht unwichtig: Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat beim Tag der offenen Tür der KMG Klinik Boizenburg die besondere Bedeutung des Krankenhauses für die medizinische Versorgung in der Region betont. Nach ihrem Grußwort informierte sie sich bei einem Rundgang über die Arbeit und die medizinischen Angebote des Hauses. Die Klinik verfügt über 48 Betten und behandelt jährlich rund 3.000 Patientinnen und Patienten stationär sowie rund 4.000 ambulant. Ihre Bedeutung reicht dabei über den westlichen Landkreis Ludwigslust-Parchim hinaus bis nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

„Die KMG Klinik zeigt eindrucksvoll, dass Größe nicht alles ist. Hinter 48 Betten stehen jedes Jahr tausende Menschen, die hier medizinisch versorgt werden, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verantwortung für ihre Patientinnen und Patienten übernehmen. Gerade in einer ländlichen Region ist ein solches Krankenhaus unverzichtbar. Unser Ziel als Landesregierung ist deshalb klar: Wir wollen das Krankenhaus Boizenburg als festen und wichtigen Bestandteil unserer Krankenhauslandschaft erhalten“, sagte Drese.

Gerade angesichts der demografischen Entwicklung im ländlichen Raum müssten kleine Krankenhäuser besonders betrachtet werden. „Kliniken mit weniger als 100 Betten haben andere Voraussetzungen als große Häuser in Ballungsräumen. Sie sind nicht einfach mit ihnen über einen Kamm zu scheren. Deshalb setze ich mich seit Jahren dafür ein, dass wir ihre besonderen Bedarfe berücksichtigen und die Versorgung in unseren ländlichen Regionen dauerhaft sichern.“

Die Krankenhausreform stellt auch für Boizenburg wichtige Weichen. Mecklenburg-Vorpommern hat mit dem neuen Landeskrankenhausgesetz, den zugehörigen Rechtsverordnungen und dem neuen Krankenhausplan die wesentlichen Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen. Derzeit werden landesweit 626 Anträge auf Zuweisung von Leistungsgruppen geprüft und bearbeitet; die konkreten Entscheidungen sollen bis Ende 2026 getroffen werden. „Die Krankenhausreform ist ein tiefgreifender Umbruch. Aber wir kommen gut voran und werden die Reform in Mecklenburg-Vorpommern so umsetzen, dass Qualität und Patientensicherheit gestärkt werden und gleichzeitig die Versorgung in der Fläche funktioniert. Gerade bei kleinen Krankenhäusern müssen wir sehr genau hinschauen, was die Menschen vor Ort tatsächlich brauchen“, so Drese.

Die Ministerin würdigte zugleich das Engagement der KMG Klinik für die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Neben der medizinischen Behandlung bildet das Haus jährlich Pflegefachkräfte sowie Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie aus. „Gute Gesundheitsversorgung braucht gute Fachkräfte und sie braucht Menschen, die sich vor Ort engagieren. Beides finden wir hier in Boizenburg“, sagte Drese. „Ich danke allen Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und den vielen weiteren Beschäftigten für ihren täglichen Einsatz. Lassen Sie uns den Weg gemeinsam weitergehen, damit die Menschen in Boizenburg und der Region auch künftig eine gute, wohnortnahe und menschliche medizinische Versorgung bekommen.“

600 Jahre Vereinsgeschichte und noch lange nicht Schluss

Sportplakette des Bundespräsidenten für die Brüeler Schützengilde

Brüel – 600 Jahre Vereinsgeschichte – und noch immer mittendrin im Vereinsleben: Die Brüeler Schützengilde 1425 e. V. ist am Freitagabend beim Schützenfest mit der Sportplakette des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ausgezeichnet worden. Sportministerin Stefanie Drese überreichte die höchste staatliche Auszeichnung für Turn- und Sportvereine und -verbände und würdigte damit die besonderen Verdienste der Schützengilde um die Pflege und Entwicklung des Sports.

„Über 600 Jahre Vereinsgeschichte – das ist weit mehr als eine beeindruckende Zahl. Dahinter stehen Generationen von Menschen, die Verantwortung übernommen, Gemeinschaft gelebt und den Verein immer wieder mit neuem Leben gefüllt haben“, sagte Drese. „Die Brüeler Schützengilde ist damit ein herausragendes Beispiel dafür, was Sport und Ehrenamt für unser Gemeinwesen leisten können.“

Gerade in einer Zeit, in der vieles schnelllebiger und unverbindlicher werde, seien Vereine Orte, die Menschen dauerhaft zusammenbringen. „Sport ist mehr als die schönste Nebensache der Welt. Er schafft Begegnung, baut Brücken über Generationen und gesellschaftliche Gruppen hinweg und vermittelt Lebensfreude. Unsere Sportvereine geben diesem Miteinander ein Zuhause“, so Drese.

In Mecklenburg-Vorpommern sind inzwischen mehr als 310.000 Menschen in einem Sportverein organisiert – fast jeder fünfte Einwohner des Landes. Möglich sei das vor allem durch das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, betonte die Ministerin. „Vorstände, Trainerinnen und Trainer, Übungsleiter, Schieds- und Kampfrichter und all die vielen Helferinnen und Helfer halten unsere Vereine am Laufen. Sie machen unser Land lebens- und liebenswert und sind wichtige Säulen unserer demokratischen Zivilgesellschaft.“

Die Brüeler Schützengilde ist dafür ein besonders eindrucksvolles Beispiel. Rund 120 Mitglieder zählt der Verein heute. Im vergangenen Jahr feierte die Schützengilde ihr 600-jähriges Bestehen. Drese würdigte insbesondere die Leistung, über Jahrhunderte hinweg eine Gemeinschaft zusammenzuhalten und zugleich Traditionen zu bewahren.

„Eine Gemeinschaft über so viele Generationen zusammenzuhalten, Menschen für den Sport zu begeistern und dabei die eigenen Traditionen lebendig zu halten, ist eine außergewöhnliche Leistung. Die Brüeler Schützengilde hat damit nicht nur Sportgeschichte geschrieben, sondern auch ein Stück kulturelles Erbe unserer Region bewahrt“, sagte Drese. Die Landesregierung habe die Entwicklung der Vereinsinfrastruktur deshalb bereits in der Vergangenheit unterstützt.

„Heute geht es deshalb nicht nur um einen Blick zurück auf 600 Jahre Geschichte. Es geht auch darum, den Blick nach vorn zu richten. Ich wünsche der Brüeler Schützengilde, dass sie auch die nächsten Generationen für ihren Sport und ihre Gemeinschaft begeistern kann“, sagte Drese abschließend.

Mit der Sportplakette des Bundespräsidenten werden Turn- und Sportvereine ausgezeichnet, die sich durch langjähriges Wirken besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports erworben haben. Die Auszeichnung wurde erstmals 1984 verliehen und würdigt das herausragende ehrenamtliche Engagement in den Sportvereinen.

Pferdetage in Redefin: Noch Tickets erhältlich

Redefin – Pferdesport, Zucht und große Schaubilder: Am 29. und 30. August 2026 lädt das Landgestüt Redefin zu den traditionellen Pferdetagen ein. Jeweils ab 10 Uhr können Besucherinnen und Besucher einen Blick hinter die Kulissen des Gestüts werfen. Ab 13 Uhr beginnt die große Pferdeschau auf dem Paradeplatz.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus lädt zum Besuch ein: „Das Landgestüt Redefin gehört zu den besonderen Orten Mecklenburg-Vorpommerns. Hier verbinden sich über 200 Jahre Pferdezucht mit Tradition, Fachwissen und einer großen Begeisterung für das Pferd. Diese Tradition zu erhalten und zugleich in die Zukunft zu führen, ist uns als Land wichtig. Die Pferdetage zeigen eindrucksvoll, wie lebendig dieses Kulturgut ist. Ich lade alle Pferdefreunde und besonders Familien herzlich ein, Redefin an diesem Wochenende selbst zu erleben.“

Auf dem Programm stehen unter anderem die Große Quadrille mit den Lützower Jägern, historische Kutschen und Mehrspänner sowie zahlreiche Gastauftritte. Bereits am Vormittag gibt es Stallbesichtigungen, Einblicke in das Roßarzt-Museum sowie Vorführungen rund um Pferdezucht und -haltung. Für Kinder werden unter anderem Ponyreiten, Hobby-Horsing und weitere Mitmachangebote angeboten.

Erst vor wenigen Wochen waren Pferde und Reiter des Landgestüts Redefin auch an der großen Quadrille der Deutschen Landgestüte im Rahmen der Weltmeisterschaft in Aachen beteiligt. Nun steht am Wochenende Redefin selbst ganz im Zeichen der Faszination Pferd.

Tickets sind weiterhin im Vorverkauf sowie an den Veranstaltungstagen erhältlich.

30 neue Finanzwirtinnen und Finanzwirte für M-V

Güstrow – 30 Anwärterinnen und Anwärter haben ihre Ausbildung für den mittleren Dienst der Finanzverwaltung Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich abgeschlossen. Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue übergab ihnen heute in der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow ihre Zeugnisse.

„Sie haben sich für eine Aufgabe entschieden, die für das Funktionieren unseres Gemeinwesens unverzichtbar ist. Steuern finanzieren das, was unser Land zusammenhält – von Bildung und sozialer Sicherheit über Infrastruktur bis hin zu Polizei und Justiz. Zugleich wandelt sich die Landesverwaltung. Wir bauen Bürokratie ab und digitalisieren unsere Verfahren. Dafür brauchen wir engagierte, gut ausgebildete Beschäftigte, die bereit sind, Veränderungen mitzugestalten. Ich wünsche den neuen Finanzwirtinnen und Finanzwirten viel Erfolg und freue mich darauf, sie als Teil unserer Finanzverwaltung willkommen zu heißen“, sagte Minister Dr. Geue bei seiner Festrede.

Am 1. September 2024 haben 42 Anwärterinnen und Anwärter ihre zweijährige Ausbildung begonnen. 31 von ihnen traten zur Laufbahnprüfung an. 30 bestanden die Prüfung im ersten Versuch erfolgreich und sind nun Finanzwirtinnen und Finanzwirte. Ein Anwärter wird die Wiederholungsprüfung ablegen.

Die Ausbildung zur Finanzwirtin bzw. zum Finanzwirt dauert zwei Jahre und verbindet theoretische Ausbildungsabschnitte an der Außenstelle Güstrow der Norddeutschen Akademie für Finanzen und Steuerrecht Hamburg mit praktischen Einsätzen in den Finanzämtern des Landes. Die Absolventinnen und Absolventen erwerben dabei steuerliches Grundlagenwissen sowie Kenntnisse über wirtschaftliche und juristische Zusammenhänge und lernen unterschiedliche Arbeitsbereiche der Finanzämter kennen.

Wer sich ebenfalls für eine Karriere in der Steuerverwaltung Mecklenburg-Vorpommern interessiert, kann sich aktuell wieder bewerben: Bis zum 30. November 2026 stehen insgesamt 96 Plätze für den Ausbildungs- und Studienbeginn im Herbst 2027 zur Verfügung – jeweils 48 Plätze für die Ausbildung zur Finanzwirtin bzw. zum Finanzwirt und für das duale Studium zur Diplom-Finanzwirtin bzw. zum Diplom-Finanzwirt. Weitere Informationen gibt es im Karriereportal der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern.

Erste Riff-Rekonstruktion in M-V vor Neuendorf/Rügen eingeweiht

Insel Rügen – Wichtige Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz hat Umweltminister Dr. Till Backhaus heute im Biosphärenreservat Südost-Rügen begleitet. Als erstes wurden im Rahmen des Interreg-Projektes „Supported by Nature“ die erste Riff-Rekonstruktion bei Neuendorf auf der Insel Rügen feierlich eingeweiht.

Danach übergab Backhaus dem Biosphärenreservat Südost-Rügen ELER-Fördermittel für die umwelt- und naturbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit in Höhe von rund 307.000 Euro.

Außerdem weihte er ein neues Dienstboot für das Biosphärenreservat ein.

Die Projekte im Einzelnen

Im Zentrum des 2022 gestarteten Interreg-Projektes steht die Errichtung von 17 Lernstandorten für naturbasierte Lösungen im Ostseeraum. Zwei davon befinden sich im Biosphärenreservat Südost-Rügen: die erste Riff-Rekonstruktion in MV vor Neuendorf/ Rügen und die Renaturierung des Kleingewässers in Nadelitz.

„Die Rekonstruktion des Riffs vor Neuendorf stellt einen verloren gegangenen Lebensraum für Meereslebewesen wieder her. Bis ins 20. Jahrhundert wurden in den Boddengewässern vor Rügen massiv Steine entnommen und für Baumaßnahmen verwendet. Auf diese Weise wurden natürliche Riffe zerstört. Mit der Riff-Rekonstruktion haben wir jetzt einen Teil davon wieder hergestellt. Auf einer Fläche von ca. 1.350 Quadratmetern, verteilt auf fünf Teilflächen, wurden 620 Tonnen Steine und Blöcke verbaut“, sagte Backhaus.

Und die Natur reagiert: Bereits nach wenigen Wochen siedelten sich erste Seepocken an. Inzwischen wurden unter anderem Scherenasseln, Moostierchen, Flohkrebse und verschiedene Algen festgestellt. Mittelfristig soll hier auch wieder Blasentang wachsen, unter anderem ein wichtiger Unterwasserlebensraum für Fische.

„Das Biosphärenreservat Südost-Rügen zeigt mit dem INTERREG-Projekt Supported by Nature beispielhaft, wie Naturschutz, nachhaltige Nutzung und Umweltbildung zusammengehören. An dem Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 4,47 Millionen Euro beteiligten sich sieben Ostsee-Anrainerstaaten: Deutschland, Schweden, Dänemark, Finnland, Estland, Lettland und Polen. Auf das Biosphärenreservat entfallen knapp 700.000 Euro, davon rund 559.000 Euro EU-Mittel. Der direkte, grenzübergreifende Erfahrungsaustausch ist für die Region von herausragender Bedeutung, da alle Partner vor nahezu identischen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen stehen und gemeinsam Lösungen entwickeln können“, sagte der Minister.

Das Projekt wird unter anderem für Forschungszwecke genutzt, etwa von Naturschutzbehörden, Naturschutzverbänden, Umweltplanungsbüros und wissenschaftlichen Einrichtungen. Auch Schulklassen und Jugendgruppen werden eingebunden.

Auch bei der Renaturierung des Kleingewässers bei Nadelitz sind bereits erste Erfolge sichtbar. Hierfür wurden auf rund 5.000 Quadratmetern rund 780 Tonnen Material ausgehoben. Eine einst artenarme Sukzessionsfläche mit nur geringem Feuchtgebietsanteil verwandelte sich in ein wertvolles Biotop. Bereits im ersten Frühjahr konnten die erfolgreiche Reproduktion des Springfrosches und die Ansiedlung des Teichmolches nachgewiesen werden.

Anschließend überreichte der Minister dem Biosphärenreservat Südost-Rügen mehrere Zuwendungsbescheide aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) für die Natur- und Umweltbildung in Höhe von rund 307.000 Euro.

Der größte Teil, rund 255.000 Euro, fließt in das Granitzhaus, welches seit seiner Neueröffnung 2019 bereits mehr als 113.000 Menschen besucht haben. Davon werden unter anderem moderne Medientechnik, neue Animationsfilme, Hörangebote und die Produktion neuer Dokumentationsfilme finanziert.

Weitere Mittel fließen in den Ausbau des 2020 eingeweihten Thiessower Naturerlebnispfades. Auf zehn Stationen und einer Gesamtlänge von sieben Kilometern werden kindgerechte Hörstationen in deutscher und englischer Sprache installiert. Eine akustische Erweiterung kommt auch dem im April 2022 eröffneten Rundwanderweg Middelhagen (acht Kilometer Länge, 13 Audiostationen) zugute. Im Rahmen der Förderung wird der Audioguide ins Englische übersetzt und eingesprochen. Die Umsetzung aller Projekte ist bis Ende 2027 geplant.

„Die Maßnahmen steigern die Attraktivität der Einrichtungen, denn sie stärken das Bewusstsein für den Schutz von Ressourcen, Klima und Artenvielfalt im Biosphärenreservat Südost-Rügen. Das Draußen-Sein weckt die Neugier über alle Altersklassen hinweg. Gerade Kinder wollen die Natur erforschen und begreifen. Hierzu tragen die neuen Hörstationen besonders bei“, sagte Backhaus.

Schließlich weihte der Minister das neue Dienstboot ein. Das im Jahr 2011 in Dienst gestellte Einsatzboot „Stubber“ musste aufgrund eines irreparablen Motorschadens ausgemustert werden, da eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich war.

Das Boot vom Typ Alucat W16 ist 8,20 Meter lang, hat zweimal 150 PS und bietet Platz für bis zu 14 Personen. Die Kosten betragen einschließlich Trailer ca. 179.000 Euro. Es wird unter anderem genutzt für wissenschaftliches Monitoring, die Beobachtung von Kegelrobben, für die Erfassung von Seegras und Blasentang sowie zur Unterstützung von Forschungsprojekten. Das Einsatzgebiet ist groß: Allein die Wasserfläche des Biosphärenreservates umfasst rund 123 Quadratkilometer.

Dem Minister stand als Taufpatin Vivien Kmetsch zur Seite. Die 23-Jährige aus Sellin war bereits als Grundschülerin Junior Ranger und als Jugendliche Robbenbotschafterin im Biosphärenreservat. Schon 2011 war sie Taufpatin für die „Stubber“.

„Heute erleben wir anschaulich, was moderner Naturschutz bedeutet: Lebensräume wiederherstellen, gemeinsam mit europäischen Partnern Lösungen entwickeln, die Menschen für Natur begeistern und unsere Großschutzgebiete so auszustatten, dass sie ihre Aufgaben gut erfüllen können. Mein Dank gilt allen Mitarbeitern des Biosphärenreservates Südost-Rügen, unseren europäischen Partnern, der Stadt Putbus, der Landwirtschaft und allen beteiligten Unternehmen“, sagte Backhaus abschließend.

Neuer Dorfladen eröffnet

Jesse: „Gemeinsam bringen wir die Nahversorgung zurück“

Groß Stieten – In Groß Stieten im Landkreis Nordwestmecklenburg ist am Freitag der neue Dorfladen „Back & Schnack“ offiziell eröffnet worden. Das Land unterstützt die Errichtung und Ausstattung des Dorfladens über die Landesinitiative „Neue Dorfmitte M-V“ mit rund 150.000 Euro.

Bei der heutigen feierlichen Eröffnung sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur und Tourismus: „Ein Dorfladen ist weit mehr als ein Ort zum Einkaufen. Er ist ein Stück Daseinsvorsorge und zugleich ein Treffpunkt für die Menschen vor Ort. Gerade im ländlichen Raum brauchen wir solche Angebote: Sie schaffen kurze Wege, stärken die Gemeinschaft und tragen dazu bei, dass unsere Dörfer lebendig und lebenswert bleiben. Deshalb freue ich mich sehr, dass Groß Stieten mit „Back & Schnack“ jetzt wieder eine Nahversorgung direkt im Ort hat.“

Auf rund 130 Quadratmetern verbindet „Back & Schnack“ einen klassischen Dorfladen mit einem Backshop und einem kleinen Imbiss. Geöffnet ist täglich von 6 bis 20 Uhr. Betreiber Mirko Kahl betreibt am gleichen Standort bereits seit 2022 eine Eisdiele. Für den neuen Dorfladen wurden drei zusätzliche Vollzeitstellen geschaffen.

Auch bei der Gestaltung des Sortiments wird auf die Menschen vor Ort gesetzt: Über eine WhatsApp-Gruppe können Kundinnen und Kunden mitteilen, welche Produkte sie sich im Dorfkonsum wünschen. Rund 70 Menschen beteiligen sich bereits.

„Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Nahversorgung im ländlichen Raum heute funktionieren kann: nah an den Menschen und an ihren tatsächlichen Bedürfnissen. Hinter einem solchen Projekt stehen zudem Menschen, die unternehmerischen Mut beweisen und Verantwortung für ihren Ort übernehmen. Dieses Engagement unterstützen wir“, so Jesse.

Die Landesinitiative „Neue Dorfmitte M-V“ wurde 2011 ins Leben gerufen. Ziel ist es, Dorfläden zu schaffen, zu erhalten und weiterzuentwickeln und damit die Nahversorgung und Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen zu stärken. Bislang wurden 67 Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt rund 5,2 Millionen Euro unterstützt.

Schwesig: Wir wollen, dass alle Kinder einen guten Start haben

Schwerin – In Schwerin ist heute der Neubau der Kita Feldstadtmäuse eröffnet worden. „Herzlichen Glückwunsch zu dem schönen neuen Kita-Gebäude“, gratulierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Wir wollen, dass alle Kinder in unserem Land einen guten Start haben“, erklärte die Ministerpräsidentin. Das moderne Gebäude der Kita Feldstadtmäuse biete beste Bedingungen dafür.

„Wir haben bei uns in Mecklenburg-Vorpommern ein sehr gutes Kita-Angebot. Über 100 000 Kinder besuchen in unserem Bundesland eine Kita. Bei den 0- 3jährigen besuchen 56 Prozent aller Kinder eine Krippe, bei den 3-6jährigen werden sogar 96 Prozent der Kinder in den Kitas betreut. Damit liegen wir an der Spitze in Deutschland.

Jedes Kind, das einen Kita-Platz in MV braucht, bekommt auch einen“, sagte die Ministerpräsidentin. Dazu sei das Angebot in Mecklenburg-Vorpommern beitragsfrei. Und mit Gewerkschaften, Elternvertretern und Sozialverbänden sei mit dem „Zukunftsplan Kita“ vereinbart, dass die Gruppen in den Kitas in den nächsten Jahren weiter verkleinert werden.