Dr. Wolfgang Blank: „Mit mehr Ausbildungskapazitäten in Gesundheitsberufen stärken wir die Fachkräftesicherung und die Gesundheitsversorgung im Land nachhaltig.“
Greifswald – Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Ausbau des Bildungscampus der Berufsfachschule Greifswald GmbH mit rund 3,39 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank übergab heute in Greifswald den entsprechenden Zuwendungsbescheid. Die Gesamtinvestition beträgt rund sechs Millionen Euro.
„Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den tragenden Säulen unseres Landes. Mit der Förderung schaffen wir moderne Ausbildungsbedingungen und zusätzliche Kapazitäten in Berufen, in denen der Fachkräftebedarf besonders hoch ist. Das stärkt nicht nur die regionale Wirtschaftskraft, sondern verbessert zugleich die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern“, so Minister Dr. Blank vor Ort.
„Gute Bildung und verlässliche Fachkräftesicherung sind zugleich wichtige Investitionen in die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes. Deshalb werden wir mit dem MV-Plan in den kommenden Jahren 850 Millionen Euro in die Bildungsinfrastruktur investieren, davon alleine 250 Millionen Euro in die berufliche Bildung.“
Gefördert wird die Erweiterung der Ausbildungskapazitäten für Ergotherapie, Physiotherapie und Pharmazeutische Assistenz am Standort Pappelallee in Greifswald. Vorgesehen sind die Aufstockung bestehender Gebäudeteile sowie der Neubau eines zusätzlichen Anbaus auf dem Bildungscampus. Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Infrastrukturrichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Ziel ist der Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sowie die Verbesserung der Bedingungen für die Ausbildung von Fachkräften.
Mit der Einführung der Schulgeldfreiheit für Ergotherapie und Physiotherapie im Jahr 2024 sind die Schülerzahlen an der Berufsfachschule Greifswald in diesen Bereichen um ein Drittel gestiegen. Gleichzeitig besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Praxispartnern und qualifiziert ausgebildeten Fachkräften im Gesundheitswesen.
„Die hohe Nachfrage zeigt, wie wichtig attraktive Ausbildungsangebote im Land sind. Mehr Ausbildungskapazitäten und bessere Lernbedingungen bedeuten mehr qualifizierte Fachkräfte für Kliniken, Praxen, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen. Das ist ein entscheidender Standortfaktor und sichert wirtschaftliche Perspektiven in unserem Land“, betonte Minister Dr. Blank.
Mit dem Vorhaben werden bestehende Ausbildungsdefizite reduziert und zusätzliche moderne Berufsbildungsmöglichkeiten geschaffen. Die Landesregierung sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur langfristigen Stabilisierung der Gesundheitsversorgung in der Region.