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 L11: Land investiert in Brücken

Ines Jesse: „Das ist ein wichtiger Beitrag für die Mobilität und die Wirtschaftskraft in M-V“

Rostock – Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert in die Erneue­rung wichtiger Brückenbauwerke im Landkreis Rostock. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infra­struktur, Tourismus und Arbeit, hat sich heute vor Ort an der Landesstraße 11 in Langhagen und Kuchelmiß ein Bild vom aktuellen Baufortschritt gemacht.

Ines Jesse: „Leistungsfähige Landesstraßen sind im länd­lichen Raum besonders entscheidend: Sie sind Lebensadern für unsere Unternehmen und die Menschen vor Ort. Mit der Erneuerung der Brücken an der L 11 sichern wir wichtige Verkehrswege langfristig und fördern die Entwicklungs­perspektiven in der Region nachhaltig“, so Staatssekretärin Jesse. „Die Investitionen in unsere Brücken und Straßen sind ein weiterer wichtiger Beitrag für die Mobilität und die Wirt­schaftskraft in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig pro­fitieren davon auch die Bauwirtschaft und Ingenieur- und Planungsbüros hier bei uns in M-V.“

In Langhagen entsteht ein Ersatzbau über die Bahnstrecke Neustrelitz-Warnemünde. Die Brücke ist Teil der L 11 und damit eine wichtige Verbindung zur A 19. Rund 26 Prozent des Verkehrs entfallen auf den Schwerlastverkehr. Zugleich ist das Bauwerk die Verbindung zwischen den beiden Bahn­steigen des Haltepunkts Langhagen. Neben Treppenanlagen wird daher auch eine barrierefreie Gehwegrampe errichtet.

Die Bauarbeiten haben Ende Juli 2026 begonnen und werden Anfang 2028 fertiggestellt. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 8,9 Millionen Euro. Die Landesstraße L 11 ver­bindet unter anderem Kühlungsborn, Bützow, Krakow am See und Teterow und stellt eine wichtige Verbindung zur Autobahn A 19 dar. Mit der Baumaßnahme wird unter anderem auch sichergestellt, dass ein großes Kieswerk und ein Betonfertig­teilwerk direkt an die Bundesautobahn angeschlossen ist – das ist wichtiger Beitrag in die Zukunft der regionalen Wirt­schaft.

In Kuchelmiß wird eine historische Brücke über die Nebel erneuert. Dabei wird eine Tragkonstruktion aus Stahlbeton über dem Ziegelgewölbe aus dem Jahr 1907 errichtet und mit Naturstein verkleidet. Dadurch fügt sich das Bauwerk gut in die Landschaft ein und das historische Gewölbe kann erhalten werden. Die Kosten von rund 2,2 Millionen Euro trägt das Land. Die Bauarbeiten haben im Januar 2026 begonnen. Ziel ist eine Verkehrsfreigabe bis Ende dieses Jahres.

Darüber hinaus hat sich Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Jesse über den Stand der Planung eines straßenbegleitenden Radweges auf dem Damm zwischen Krakower Ober- und Untersee an der Landesstraße L 204 zwischen Wadehäng und Dobbin informiert.

Für den Erhalt und den Neubau von Bundes- und Landes­straßen in Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Jahr Investitionen in Höhe von insgesamt rund 263 Millionen Euro geplant. Davon sind rund 182,4 Millionen Euro für Bundes­straßen und 80,6 Millionen Euro für Landesstraßen vorge­sehen. Im vergangenen Jahr hatten Bund und Land 159,6 Mil­lionen Euro für Straßenbaumaßnahmen in Mecklenburg-Vor­pommern investiert.

Erster Landes-Demenzplan für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat erstmals einen Demenzplan. Sozialministerin Stefanie Drese hat den Plan am Dienstag (11. August) gemeinsam mit Lars Krychowski, 1. Vorsitzender der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Landesverband M-V, in der Landespressekonferenz vorgestellt. Darin sind die zentralen Herausforderungen im Umgang mit Demenz gebündelt und zehn Handlungsfelder für eine bessere Unterstützung, Versorgung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Nahestehenden benannt.

„Mehr als 40.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern leben bereits mit einer demenziellen Erkrankung. Ihre Zahl wird aufgrund des demografischen Wandels in den kommenden Jahrzehnten weiter deutlich steigen. Deshalb müssen wir heute die Weichen für eine Gesellschaft stellen, in der Menschen mit Demenz selbstverständlich dazugehören und möglichst lange selbstbestimmt und würdevoll leben können“, sagte Drese.

Der Landes-Demenzplan wurde im Rahmen des Pakts für Pflege initiiert und unter Koordination des Sozialministeriums und der Landesfachstelle Demenz Mecklenburg-Vorpommern (angesiedelt bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft MV) gemeinsam mit zahlreichen Expertinnen und Experten aus Gesundheit und Pflege, den kommunalen Landesverbänden, dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, dem wissenschaftlichen Expertenbeirat Demenz und dem Landesseniorenbeirat erarbeitet. Auch Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen wurden in den Prozess einbezogen.

Im Zentrum des Demenzplans stehen zehn miteinander verbundene Handlungsfelder:

  1. Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit
  2. Gesundheitsförderung und Prävention
  3. Ganzheitliche Versorgung
  4. Informations-, Beratungs- sowie Hilfs- und Unterstützungsangebote
  5. Unterstützung für Nahstehende von Menschen mit Demenz
  6. Wohnen
  7. Teilhabe von Menschen mit Demenz in der Kommune
  8. Demenz und Netzwerkarbeit
  9. Menschen mit Demenz in stationärer Krankenhausbehandlung
  10. Monitoring, Grundlagen- und Versorgungsforschung

„Die zehn Handlungsfelder machen deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen rund um Demenz sind. Es geht nicht allein um medizinische oder pflegerische Versorgung. Wir müssen ebenso über Prävention, Beratung, Unterstützung für Angehörige, Wohnen, kommunale Teilhabe und eine demenzsensible Krankenhausversorgung sprechen“, sagte Drese. Der Demenzplan führt diese Bereiche zusammen und schafft damit eine gemeinsame Grundlage für die weitere Arbeit.

„Menschen mit Demenz können wir nur dann gut begleiten, wenn wir Versorgung gemeinsam denken. Dazu gehören ihre An- und Zugehörigen als größter Pflegedienst unseres Landes ebenso wie die professionell Pflegenden, die Ärzteschaft, Krankenhäuser, Kommunen, Wohnungswirtschaft und das Ehrenamt. Unser Demenzplan bringt diese Perspektiven zusammen und schafft die Chance, Angehörige spürbar zu entlasten und Versorgung besser miteinander zu verzahnen“, hob Lars Krychowski hervor.

Ein wichtiger Bestandteil des Demenzplans ist die Prävention. Denn das Risiko für eine Demenz kann durch die Beeinflussung bestimmter Risikofaktoren gesenkt werden. Insbesondere in der mittleren Lebensphase kommt der Gesundheitsförderung und Prävention eine wichtige Bedeutung zu.

Drese verdeutlichte, dass der Demenzplan auf zahlreiche bereits bestehende Aktivitäten im Land aufbaut. „Mecklenburg-Vorpommern verfügt beim Thema Demenz über eine große fachliche Expertise und zahlreiche gute Strukturen. Dazu gehört das bundesweit vorbildliche Demenzmonitoring innerhalb des Landespflegeplans. Die Daten sind eine wichtige Grundlage für die kommunale Pflegesozialplanung“, sagte die Ministerin.

Auch der Demenzkompass, der die Angebotsstrukturen für Menschen mit Demenz sichtbar macht, soll nach Angabe von Drese ausgebaut werden. Weitere Bausteine sind der Runde Tisch gegen Einsamkeit im Alter, der Geriatrieplan sowie der wissenschaftliche Expertenbeirat „Herausforderung Demenz“.

„Gleichzeitig können wir in Mecklenburg-Vorpommern stolz auf eine außergewöhnlich starke Forschungslandschaft sein: Mit dem DZNE-Doppelstandort Rostock/Greifswald verbinden wir universitätsmedizinische Forschung mit klinischer Forschung und Versorgungsforschung“, betonte Krychowski. Hinzu komme die wissenschaftliche und anwendungsnahe Expertise der Hochschulen in Neubrandenburg und Stralsund.

„Genau diese Verbindung brauchen wir: Erkenntnisse aus der Forschung müssen bei den Menschen ankommen – und die Erfahrungen von Menschen mit Demenz, ihren Familien und den professionell Versorgenden müssen wiederum unsere Forschung prägen“, sagte Krychowski. „Wenn es uns gelingt, Wissenschaft, professionelle Versorgung, Ehrenamt und die Lebenswirklichkeit der Familien konsequent miteinander zu verbinden, kann dieser Demenzplan weit mehr sein als ein Papier – dann kann er für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern tatsächlich etwas verändern“, so der Demenz-Experte weiter.

Drese: „Unser Demenzplan hat einen sehr hohen gesellschaftlichen und praktischen Wert, weil er konkrete Hilfe für Kranke und deren Familien bündelt. Gerade angesichts knapper werdender Mittel ist Vernetzung eine Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Demenz und ihre Familien verlässlich unterstützt und Schritt für Schritt Verbesserungen dort umgesetzt werden, wo sie gebraucht werden.“

Der Demenzplan Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Pressemitteilung beigefügt und kann auf der Website des Sozialministeriums heruntergeladen werden.

Stadt Rostock-Toitenwinkel plant Errichtung einer Jugendhütte

Rostock – Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock beabsichtigt im Fördergebiet Toitenwinkel die Errichtung eines wettergeschützten Unterstandes mit Bänken, Tischen, Liegeflächen und Beleuchtung. Die Jugendhütte soll unweit des Parks an der Dierkower Mühle und in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle Hölderlinweg entstehen.

Sie wird auf einer gemeindeeigenen, öffentlich genutzten Fläche errichtet und zu jeder Zeit für jedermann frei zugänglich sein. Das Vorhaben war ein vielfach geäußerter  Wunsch von Jugendlichen und ist in einer Bürgerprojekt-Abstimmung auf Rang 1 gewählt worden.

Das bestehende Wegenetz und die vorhandenen Grünflächen sind intakt und werden nicht verändert. Die Jugendhütte erhält eine Zuwegung aus Schotterrasen, der mit Betonpflaster eingefasst wird, und eine insektenfreundliche LED-Deckenleuchte.

Die Gesamtkosten werden bei rund 160.000 Euro liegen, wovon rund 146.000 Euro aus Städtebaufördermitteln von Bund, Land und Gemeinde bereitgestellt werden. Mit dem Bau soll im Oktober begonnen werden; voraussichtlich im Dezember soll die Hütte fertig sein.

Außerschulische Lernorte stärken Bildung im Land

Mecklenburg-Vorpommern fördert Angebote jährlich mit 1,5 Millionen Euro

Schwerin – Lernen findet nicht nur im Klassenzimmer statt: Außerschulische Lernorte in Mecklenburg-Vorpommern ermöglichen Schülerinnen und Schülern besondere praxisnahe Lernerfahrungen. Das Land unterstützt diese Angebote jährlich mit 1,5 Millionen Euro.

„Außerschulische Lernorte lassen Bildung lebendig werden. Kinder und Jugendliche können hier Wissen unmittelbar erleben und Zusammenhänge besser verstehen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Diese Form des Lernens ergänzt den Unterricht auf besondere Weise und stärkt Neugier, Motivation und nachhaltiges Verstehen.“ Mit der Förderung durch das Land werden Lehrkräfte finanziert, die an den Einrichtungen den Unterricht besonderer Art gestalten. Insgesamt können Angebote im Umfang von 400 Unterrichtsstunden realisiert werden.

Außerschulische Lernorte eröffnen Schülerinnen und Schülern vielfältige Zugänge zu Natur, Umwelt, Kultur, Wissenschaft und Technik. Sie ermöglichen lebensnahes Lernen und schaffen Einblicke, die im Unterricht nur schwer möglich sind.

Die Bandbreite der Angebote in Mecklenburg-Vorpommern ist groß: Vom Besuch der Zooschulen in Rostock, Greifswald, Stralsund oder Schwerin über Experimente im Phantechnikum in Wismar bis hin zu Beobachtungen in der Sternwarte Schwerin oder Erkundungen im Meeresmuseum und Ozeaneum in Stralsund entdecken die Kinder und Jugendlichen zahlreiche Einrichtungen. „Wir wollen allen Schülerinnen und Schülern die Chance geben, Lernen mit eigenen Erfahrungen zu verbinden. Außerschulische Lernorte spielen dabei eine zentrale Rolle“, betonte Oldenburg.

An insgesamt 19 außerschulischen Lernorten wird Unterricht erteilt, der den schulischen Fachunterricht ergänzt. Die Angebote richten sich an Schulen im ganzen Land und werden von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften gleichermaßen stark nachgefragt.

Dritte Orte schaffen Begegnung

Erster Zuwendungsbescheid für Seniorentreff in Kühlungsborn

Kühlungsborn – Mit dem neuen Förderprogramm „Dritte Orte“ unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern Ideen für mehr Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort. Den ersten Zuwendungsbescheid des Programms mit dem zusätzliche, öffentliche Gemeinschaftsorte geschaffen werden, die für alle Bevölkerungsgruppen leicht zugänglich sind, überreichte Sozialministerin Stefanie Drese heute an den Seniorentreff in Kühlungsborn.

„Mit dieser Förderung kann der Seniorentreff sein Angebot ausbauen und leistet damit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Einsamkeit und Isolation. So sollen unter anderem Pavillons angeschafft werden, die neue Begegnungsformate auch draußen oder für größere Gruppen witterungsunabhängig möglich machen. Zudem soll eine Musikanlage den passenden Schwung in die Kinder-, Familien- und Seniorenabende bringen und den Weg für moderne Kultur- und Gemeinschaftsangebote freimachen“, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese bei der Übergabe der Fördermittel in Höhe von 2.000 Euro.

Drese hob hervor, dass das Schaffen von lebhaften Begegnungs- und Gemeinschaftsorten nicht kompliziert sein muss. „Im Kern geht es darum, Menschen zusammenzubringen und ihnen einen Ort zu geben, an dem sie sich willkommen fühlen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas erleben können. Dafür braucht es manchmal gar nicht viel“, so Drese.

Dass der Bedarf nach solchen Treffpunkten und mehr Miteinander besteht, zeigt nach Aussage von Drese das große Interesse am Förderprogramm. Die Nachfrage ist bereits so hoch, dass das zur Verfügung stehende Fördervolumen binnen kurzer Zeit ausgeschöpft war. Neue Anträge können deshalb derzeit nicht mehr gestellt werden.

„Das zeigt, wie viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern etwas gegen Einsamkeit tun und wie viele gute Ideen für Begegnung es in unseren Städten und Gemeinden gibt. Ich freue mich daher sehr über alle neuen Projekte, die wir unterstützen können und danke allen Antragstellern für den Willen, vor Ort etwas gegen Einsamkeit zu tun. Denn wir können Freundschaften zwar nicht verordnen, sehr wohl aber Orte schaffen, an denen sie entstehen“, unterstrich die Ministerin.

Das Land hatte das Förderprogramm „Dritte Orte“ Ende Juni gestartet und dafür rund 700.000 Euro zur Verfügung gestellt. Gefördert werden unter anderem die Gestaltung von Begegnungs- und Verweilorten. Auch die Förderung von Sachkosten für die Erst- oder Ersatzausstattung (z. B. Mobiliar oder technische Geräte) ist möglich, wenn sie einen spürbaren Mehrwert für die Allgemeinheit bietet.

Land fördert Tierwohl, Wettbe­werbsfähigkeit und Klimaschutz

Dargelütz – Agrarminister Dr. Till Backhaus hat am Vormittag dem Landwirtschaftsbetrieb Schultz in Dargelütz zwei Förderbescheide im Rahmen des Agrarinvestitions­förderungsprogramms (AFP) in Höhe von rund 42.400, bzw. 42.600 Euro überreicht. Dazu erklärt der Minister:

„Heute investieren wir nicht nur in zwei Mobilställe wir investieren in die Zukunft des ländlichen Raums. Landwirtschaft ist und bleibt das wirtschaftliche Rückgrat vieler Regionen in MV. Wo Landwirtschaft erfolgreich ist, bleiben Arbeitsplätze, Wert­schöpfung und Lebensqualität im ländlichen Raum erhalten. Moderne Landwirtschaft bedeutet heute: wirtschaftlich erfolgreich, tiergerecht, nachhaltig und innovativ.

Die beiden geförderten Vorhaben stehen beispielhaft für diesen Weg: Investitionen in mobile Legehennenställe, mehr Tierwohl, mehr Flexibilität in der Haltung, regionale Eierproduktion und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

Fördermittel sind dabei Hilfe zur Selbsthilfe. Sie schaffen Planungssicherheit und ermöglichen Investitionen, die Betriebe häufig nicht allein stemmen könnten. Gleichzeitig lösen öffentliche Mittel erhebliche private Investitionen aus und stärken das regionale Handwerk.“

Die Finanzierung erfolgt demnach über das Land Mecklenburg-Vorpommern, den Bund (Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz – GAK) sowie ELER-Mittel der Europäischen Union.

Das Ziel der Maßnahme sei die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, des Tierwohls sowie der Umwelt- und Klimaschutzleistungen landwirtschaftlicher Betriebe, so Backhaus:

„Als Landesregierung bekennen wir uns klar zu einer leistungs­fähigen Landwirtschaft. Wer Versorgungssicherheit, Tierwohl und Klimaschutz gleichermaßen will, muss Investitionen ermöglichen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Förderpro­gramme praxisnah und verlässlich auszugestalten. Denn: Ländliche Räume sind Zukunftsräume. Hier werden Lebensmittel erzeugt. Hier entstehen Innovationen. Hier wird Landschaft gepflegt. Hier übernehmen Familienbetriebe Verantwortung über Generationen.“

Spatenstich für erste Mustergerätehäuser

Ribnitz-Damgarten – Die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Rukieten im Landkreis Rostock und im zu Ribnitz-Damgarten gehörenden Ortsteil Klockenhagen profitieren als erste vom neuen Feuerwehrgerätehaus-Programm der Landesregierung. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nimmt heute an beiden Orten den ersten Spatenstich für den Bau von neuen Feuerwehrgerätehäusern vor.

Beide Gemeinden erhalten standardisierte Mustergerätehäuser aus dem 50-Millionen-Programm der Landesregierung. „Die Brände der vergangenen Woche haben gezeigt, wie wichtig modern ausgestatte Feuerwehren sind. Dazu gehören moderne Fahrzeuge ebenso wie Feuerwehrgerätehäuser. Um möglichst viele davon in möglichst kurzer Zeit bauen zu können, haben wir gemeinsam mit Praktikern Muster-Feuerwehrgerätehäuser entwickelt.

Das spart Zeit, Aufwand und vor allem Geld. Wir können mit den zur Verfügung stehenden 50-Millionen-Programm mehr neue Feuerwehrgerätehäuser bauen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Insgesamt werden durch das 50-Millionen-Programm an 58 Orten Mustergerätehäuser gebaut, die oftmals auch als Dorfgemeinschaftshäuser genutzt werden können. Darüber hinaus profitieren 32 weitere Orte durch den Neubau und die Modernisierung von Feuerwehrgerätehäusern von diesem Programm.

Schwesig dankte Feuerwehren im Land. „Sie retten Leben, schützen Eigentum und bewahren uns vor Gefahren. Am Tag oder in der Nacht, am Wochenende oder Feiertag. Auch unter Einsatz des eigenen Lebens. Gerade bei großen und schwierigen Bränden wie kürzlich im Müritz-Nationalpark wird uns das bewusst. Da stehen dann die Feuerwehrkameradinnen und Kameraden aus dem ganzen Land und aus den Nachbarländern zusammen.

Danke für Ihren Einsatz, in besonders gefährlichen Situationen ebenso wie im Alltag!“ Das Land lädt am 12. September zum alle zwei Jahre stattfindenden Dankeschön-Fest für die Feuerwehren im Land in Mühlengeez ein.

Gefahren von Alkohol in der Schwangerschaft

Drese überreicht Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro an FASD-Fachstelle

Rostock – Schätzungen zufolge werden in Deutschland jedes Jahr bis zu 10.000 Kinder mit irreversiblen Entwicklungsstörungen geboren, die auf den Alkoholkonsum der Mutter zurückgehen. „Diese fetale Alkoholspektrum-Störung, kurz FASD, ist damit die häufigste nicht-genetische Behinderung und eine, die tragischerweise in Gänze vermeidbar wäre. Darüber müssen wir noch viel stärker aufklären und für die Risiken des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft sensibilisieren. Gleichzeitig brauchen Betroffene und ihre Familien verlässliche Unterstützungsangebote“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese diese Woche bei ihrem Besuch der FASD-Beratungsstelle in Rostock.

Mit im Gepäck hatte sie einen Zuwendungsbescheid des Landes in Höhe von rund 100.000 Euro, der die Arbeit der Beratungsstelle auch für die Jahre 2026 und 2027 sicherstellen soll. „Die Fachstelle der Rostocker Stadtmission ist für ganz Mecklenburg-Vorpommern ein unverzichtbarer Anlaufpunkt. Ob mit allgemeinen Fragen, familiären Herausforderungen oder bei der Suche nach pädagogischer, therapeutischer oder medizinischer Hilfe: Das Team unterstützt Betroffene, Eltern, Pflege- und Adoptivfamilien oder Fachkräfte in jeder Hinsicht“, erklärte Drese.

Vor dem Hintergrund, dass Menschen mit FASD häufig ein Leben lang auf individuelle Unterstützung angewiesen sind, sei das eine enorme Entlastung für die Betroffenen. „Umso wichtiger ist es, dass sie und ihr Umfeld kompetente Ansprechpartner finden, die sie beraten und begleiten. Das unterstützen wir mit den Fördermitteln des Landes natürlich gern“, so die Ministerin.

Dass die Fachstelle darüber hinaus auch in der Öffentlichkeitsarbeit rund um das Diagnosebild FASD aktiv ist, ist aus Sicht der Ministerin ebenfalls ein enormer Zugewinn. „Zum einen ist FASD in der Öffentlichkeit oft noch wenig bekannt. Zum anderen ist es zu tiefst erschreckend, dass rund 20 Prozent der Frauen auch während der Schwangerschaft Alkohol konsumieren. Knapp acht Prozent sogar so viel, dass die Alkoholmenge selbst für nichtschwangere Frauen als riskant gilt“, unterstrich Drese. Teilweise sei Unwissenheit über die Folgen des Konsums der Auslöser, zum Teil seien es aber auch bestehende Abhängigkeitserkrankungen.

„Ich würde mir daher wünschen, dass wir gesamtgesellschaftlich ein größeres Bewusstsein dafür schaffen, dass es während der Schwangerschaft keine vermeintliche Grenze für einen sicheren Alkoholkonsum gibt und jeder Tropfen schädlich ist. Ich kann deshalb nur appellieren, sich bei Bedarf frühzeitig Unterstützung bei unseren Sucht- und Schwangerschaftsberatungsstellen zu holen, die Betroffene auch in schwierigen Lebenssituationen kompetent und vertraulich unterstützen“, betonte Drese. Es gehe dabei ausdrücklich nicht darum, Schuld zuzuweisen, sondern frühzeitig Hilfe anzubieten und damit gesundheitliche Schäden für Kinder zu verhindern. Eine Beratung sei oft auch anonym möglich.

„Gleiches gilt für die FASD-Fachstelle, die vor Ort, telefonisch, per Chat, Videokonferenz oder Email berät“, erklärte Drese. Alle Informationen finden Interessierte unter https://rostocker-stadtmission.de/fasd-beratungsstelle-m-v .