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Land fördert neue Radverkehrsanlage

Dr. Wolfgang Blank: „Wir machen den Radverkehr an Kreuzungen übersichtlicher, sicherer und attraktiver“

Schwerin – Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Schwerin einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro überreicht. Gefördert wird der Neubau einer neuen Radverkehrsanlage am Verkehrsknoten Lübecker Straße/ Gadebuscher Straße und Grevesmühlener Straße. Die Gesamtausgaben betragen rund 2,7 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben mit Mitteln des Bundes im Rahmen des Sonderprogramms „Stadt und Land“.

„Gerade an Kreuzungen brauchen Radfahrerinnen und Radfahrer eine sichere und gut erkennbare Verkehrsführung. Mit der Förderung unterstützen wir die Stadt Schwerin dabei, diesen wichtigen Knotenpunkt übersichtlicher zu gestalten und mögliche Konflikte zwischen Auto-, Straßenbahn-, Rad- und Fußverkehr dauerhaft zu verringern. Damit verbessern wir die Sicherheit auf alltäglichen Wegen zur Arbeit oder zur Schule und schaffen insgesamt bessere Verkehrsbedingungen für alle“, so Minister Dr. Blank.

Das Vorhaben umfasst den Neubau der Radwege sowie die dafür notwendigen Anpassungen der Straßenanlagen. Dazu werden Fahrbahnbreiten und Fahrspuren angepasst und zusätzliche Verkehrsinseln zur Trennung des Richtungsverkehrs errichtet. Auch die Radverkehrsführung auf Höhe der Tankstelle in der Lübecker Straße wird neugestaltet.

Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt darauf, Radfahrerinnen und Radfahrer am Knotenpunkt besser sichtbar zu machen. Zudem sollen sie überwiegend getrennte Ampelsignale erhalten. Damit sollen Konflikte zwischen den unterschiedlichen Verkehrsströmen reduziert und allgemein die Verkehrssicherheit erhöht werden. Die Arbeiten sollen im November 2026 beginnen.

„Uns ist es wichtig ein lückenloses Radverkehrsnetz zu schaffen, auf dem die Menschen in unserem Land sicher und direkt an ihr Ziel kommen. Solche bewussten Investitionen in die Infrastruktur machen unsere Radwege und Kreuzungen dauerhaft fit für die Zukunft.“, so Minister Dr. Blank.

Richtfest für neue Mobilitätsstation am Hauptbahnhof

Dr. Wolfgang Blank: „Einfach abstellen, aufladen oder ausleihen – wir erleichtern den Umstieg aufs Rad im Alltag der Menschen“

Schwerin – Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute am Richtfest für die neue Mobilitätsstation am Schweriner Hauptbahnhof teilgenommen. Am Packhof 1b entsteht ein zweigeschossiges Fahrradparkhaus mit rund 300 Stellplätzen sowie Angeboten zum Laden und Leihen von Fahrrädern. Das Ministerium unterstützt das Vorhaben mir rund 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“. Die Gesamtausgaben des Vorhabens betragen rund 3,3 Millionen Euro.

„Wer mit dem Fahrrad zum Bahnhof fährt, braucht dort einen sicheren Stellplatz und einen einfachen Zugang zum Zug. Genau dafür schaffen wir mit der neuen Mobilitätsstation in Schwerin die Voraussetzungen. Insbesondere für Pendlerinnen und Pendler machen wir es damit attraktiver, Fahrrad und Bahn auf dem täglichen Arbeitsweg zu verbinden. So stärken wir moderne Mobilität, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert“, sagte Minister Dr. Blank.

Die Mobilitätsstation ergänzt das bestehende Angebot am Schweriner Hauptbahnhof, an dem es bislang keine gesicherten Fahrradstellplätze gibt. Der Zugang zu dem neuen Fahrradparkhaus wird über einen Code gesichert. Eine Rampe erleichtert die Nutzung des Obergeschosses. Bei der Planung werden unterschiedliche Fahrradtypen berücksichtigt.

Im Erdgeschoss wird der Fahrradverleih der Nahverkehr Schwerin GmbH einziehen. Neben klassischen Fahrrädern und E-Bikes zum Ausleihen wird es eine Lademöglichkeit für E-Bikes sowie Kleinwerkzeug für schnelle Reparaturen geben. Ergänzt wird das Angebot durch ein barrierefreies öffentliches WC. Auf dem Dach sind eine Begrünung und eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

„Mit dem heutigen Richtfest wird sichtbar, wie die neue Mobilitätsstation Gestalt annimmt. Hier entsteht ein gutes, modernes und praktisches Angebot für den Alltagsradverkehr, für Pendlerinnen und Pendler sowie für Gäste unserer Landeshauptstadt. Mit solchen Mobilitätsknotenpunkten helfen wir dabei, den Radverkehr in unserem Land weiter zu stärken und auch den öffentlichen Verkehr noch besser nutzbar zu machen“, betonte Minister Dr. Blank.

Die Grundsteinlegung erfolgte im März 2026. Die bauliche Fertigstellung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Landwirtschafts-Azubis erstmals auf der MeLa freigesprochen

Mühlengeez – Premiere auf der MeLa: Erstmals werden am morgigen Nachmittag junge Frauen und Männer aus landwirtschaftlichen Ausbildungsberufen auf der größten Landwirtschaftsausstellung Norddeutschlands feierlich freigesprochen. Ihre Abschlusszeugnisse erhalten sie von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, begleitet von Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

„Ein Beruf in der Land- und Ernährungswirtschaft bietet vielfältige Berufsperspektiven. Ob Tiere und Pflanzen, Technik und Tourismus, Verwaltung und Hofladen. Landwirtschaft kann vieles sein. Eine solide Ausbildung ist genauso viel wert wie ein Studium. Ich gratuliere ihnen zur erfolgreich abgeschlossenen Bildung. Wer möchte, kann in dem gewählten Beruf gut arbeiten. Sie haben aber auch viele Möglichkeiten der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung“, gratulierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Die MeLa ist das Schaufenster unserer Landwirtschaft – und deshalb gibt es kaum einen besseren Ort für diesen besonderen Moment. Hier zeigen wir moderne Technik, starke Betriebe, Tierhaltung und Pflanzenbau. Aber all das funktioniert nur mit Menschen, die ihr Handwerk verstehen und mit Leidenschaft bei der Sache sind. Morgen stehen diese jungen Menschen im Mittelpunkt. Sie haben ihre Ausbildung geschafft und können stolz darauf sein. Ich gratuliere ihnen von Herzen: Ihr seid die Zukunft unserer Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Minister Dr. Backhaus.

Die Absolventinnen und Absolventen haben ihre Ausbildung unter anderem als Landwirt, Tierwirt, Fachkraft Agrarservice, Pferdewirt oder Fachpraktiker für Landwirtschaft abgeschlossen.

Insgesamt fanden 2026 in den „grünen Berufen“ in Mecklenburg-Vorpommern 395 Abschlussprüfungen statt, 326 wurden erfolgreich bestanden. Allein im Beruf Landwirt haben 158 junge Menschen ihren Abschluss geschafft. Hinzu kommen unter anderem 21 erfolgreiche Abschlüsse als Fachkraft Agrarservice und 19 bei den Tierwirten. Die Jahrgangsbeste bei den Fachkräften für Agrarservice, Pauline Balatoni von der Landbetriebsgesellschaft Mildenitz mbH, hielt nach der Zeugnisübergabe die Dankesrede. Es ist eine Besonderheit, dass eine weibliche Absolventin gleichzeitig die Jahrgangsbeste ist, da der Beruf klassischerweise „männerdominiert“ ist. Von 45 neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträgen 2026 sind lediglich drei Auszubildende weiblich.

Für Backhaus ist die Freisprechung auch ein wichtiges Signal für die Zukunft der Branche. Landwirtschaft ist heute ein anspruchsvolles Berufsfeld. Digitalisierung und Klimaanpassung verändern die Arbeit ebenso wie neue Anforderungen an Tierhaltung und Umweltschutz. Gleichzeitig brauchen die fast 5.000 landwirtschaftlichen Betriebe im Land gut ausgebildeten Nachwuchs.

„Wer heute einen landwirtschaftlichen Beruf erlernt, entscheidet sich für einen Beruf mit Zukunft und Verantwortung. Unsere jungen Fachkräfte arbeiten mit moderner Technik, kümmern sich um Tiere und Böden und erzeugen unsere Lebensmittel. Vor allem aber werden sie auf unseren Höfen dringend gebraucht. Deshalb sage ich den Absolventinnen und Absolventen: Bleibt der Landwirtschaft treu, bringt eure Ideen ein und gestaltet die Landwirtschaft von morgen mit. Wir brauchen euch hier in Mecklenburg-Vorpommern.“

Backhaus dankte zugleich allen, die die jungen Menschen während ihrer Ausbildung begleitet haben – insbesondere den Ausbildungsbetrieben, den Berufsschulen in Zierow, Güstrow und Torgelow, dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, den Freunden und Familien sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern.

„Eine gute Ausbildung ist Gemeinschaftsarbeit. Viele Menschen investieren Zeit, Wissen und Erfahrung, damit aus Auszubildenden gute Fachkräfte werden. Dafür danke ich ihnen sehr. Den jungen Fachkräften wünsche ich Freude an ihrem Beruf, gute Betriebe und den Mut, unsere Landwirtschaft mit eigenen Ideen weiterzuentwickeln.“

Pflegeheld des Jahres 2026

Drese und BARMER gratulieren Manuela Kletzin aus Schöneberg

Rostock – Sie steht stellvertretend für viele Menschen, die sich tagtäglich mit großem Engagement für andere einsetzen: Manuela Kletzin aus Schönberg ist auf der Pflegemesse in Rostock als Gewinnerin der gemeinsamen Aktion der Ostseezeitung, der Barmer und Santé Royale ausgezeichnet worden. Sie hatte sich unter fast 100 eingereichten Vorschlägen durchgesetzt und durfte ihre Auszeichnung am Donnerstag im Beisein von Sozialministerin Stefanie Drese und Angelika Bieske, Geschäftsführerin der BARMER in Rostock entgegennehmen.

Mit ihrem im Jahr 2018 gegründeten Unternehmen „Haushalt Plus“ unterstützt Kletzin auf vielfältige Weise Menschen, die im Alltag auf Hilfe angewiesen sind. Dazu gehört die Haushaltshilfe genauso wie die Alltagsbegleitung oder Unterstützung bei Anträgen und Formalitäten, also bei Aufgaben die für Betroffene und ihre Familien häufig eine zusätzliche Belastung darstellen. Mittlerweile ist das Unternehmen sogar auf 40 Mitarbeitende angewachsen.

„Wir alle wollen möglichst selbstbestimmt und in den eigenen vier Wänden altern. Menschen wie Manuela Kletzin und ihr Team tragen dazu bei, dass das gelingt. Meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Auszeichnung und vor allem mein großer Dank für dieses besondere Engagement“, erklärte Drese.

Sie bedankte sich zudem bei den Ausrichtern des Wettbewerbes: „Pflege lebt von Menschen, die jeden Tag für andere da sind, mit Fachlichkeit, Verantwortung und vor allem mit viel Herz. Vieles von dem, was sie leisten, geschieht leise und oft im Hintergrund. Dieser Preis holt diese Menschen ins Licht, würdigt ihren Einsatz und zeigt: Gute Pflege verdient Anerkennung, Respekt und Wertschätzung.“

Ölabwehrübung im Bootshafen Kühlungsborn

Kühlungsborn – Unter der Leitung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg wird am 12. September 2026  in der Zeit von 9 bis 14 Uhr an der Ostsee, im Bootshafen Kühlungsborn und dem östlich angrenzenden Strandabschnitt im Rahmen der Bund-Ländervereinbarung über die Bekämpfung von Meeresver­schmutzungen (BLV SUB) eine Ölwehrgeräteübung durchgeführt.

Ziel der Übung ist das sichere Handling der eingesetzten Technik und Geräte durch praxisnahe Schulung der Einsatzkräfte, um im Ernstfall die Auswirkungen eines möglichen Ölunfalles zu minimieren und eine effektive Bekämpfung zu ermöglichen.

Etwa 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) mit Fachgruppen der Ortsverbände Bad Doberan und Wismar werden mit ihrer spezifischen Technik die Zusammenarbeit mit der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr des Ostseebades Kühlungsborn sowie weiteren Hilfs- und Rettungsorganisationen üben.

Vorgesehen sind das Ausbringen von Ölsperren, der Bootseinsatz und die maschinelle Aufnahme von Öls sowie die Reinigung des Strandes. Zum Schutz der eingesetzten Kräfte vor angenommenen Gesundheits­gefahren wird die Einrichtung eines Schwarz-Weiß-Bereiches mit Dekontamination und die Durchführung der Reinigungsarbeiten unter Schutzkleidung geübt.

Während der Übung kann es in Abstimmung mit der Stadt Kühlungsborn zu Nutzungs- und Zugangseinschränkungen im Bereich des Bootshafens und des östlich angrenzenden Strandabschnitts kommen. Diese werden auf das erforderliche Mindestmaß beschränkt.

Der für den Ostseeschutz zuständige Umwelt- und Klimaschutz­minister, Dr. Till Backhaus weist auf die Notwendigkeit solcher Übungen hin: „Ich danke der Stadt Kühlungsborn und der Bürgermeisterin Frau Arndt sowie dem Bootshafen Kühlungsborn für die Unterstützung der Übung und bitte bei den Besuchern des Ostseebades Kühlungsborn um Verständnis für etwaige Einschränkungen.

Diese Übungen zur Schadstoffunfallbekämpfung sind aufgrund des nicht auszu­schließenden Risikos eines Schadstoffaustritts vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns  und vor dem Hintergrund der steigenden hybriden Bedrohungslage unverzichtbar um effektiv und dauerhaft Umwelt und Natur sowie Tourismus in M-V zu schützen. Ich wünsche allen Einsatzkräften vor Ort viel Erfolg!“

Backhaus: 50 Mio. Euro zusätzlich für klimastabile Wälder

Schwerin – Der Aufbau zukunftsfähiger Wälder stelle die Waldbesitzenden vor große Aufgaben, erklärt Klimaschutz- und Forstminister Dr. Till Backhaus.

„Um die Leistungs- und Funktionsfähigkeiten der Wälder im Klimawandel zu sichern, sind besondere Anstrengungen bei dessen Bewirtschaftung und Pflege notwendig“, so Backhaus, der fortführt: „Das haben gerade die Waldbrände und weitere klimabedingte Waldschäden in jüngster Vergangenheit gezeigt. Ein wichtiges Instrument dabei ist die Förderung eines klimaangepassten Waldmanagements. Waldbesitzende erhalten eine Förderung, wenn sie zahlreiche Anforderungen erfüllen, die über ihre gesetzlichen Verpflichtungen zum Walderhalt hinausgehen.“

Insgesamt sind es 12 Kriterien, wie z.B. Maßnahmen zu Bodenschutz, zum Verzicht auf Kahlhiebe, zur Anreicherung von Totholz und zum Verzicht auf Entwässerungsmaßnahmen. Diese Förderung haben vielen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern in Deutschland, auch in Mecklenburg-Vorpommern, aktiv genutzt.

„Die große Nachfrage führte dazu, dass die bereitgestellten Mittel ausgeschöpft wurden. Weitere Waldbesitzende wollen jedoch ihre Forstbetriebe auch auf ein klimaangepasstes Waldmanagement umstellen“, erklärt Minister Backhaus und ergänzt: „Ich habe mich daher nachdrücklich für eine schnelle Aufstockung dieser Fördermittel des Bundes eingesetzt. Durch eine enge Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium konnte erreicht werden, dass die finanziellen Mittel nunmehr um 50 Mio. € auf insgesamt 200 Mio. € aufgestockt werden.“

Minister Backhaus dankt dem Bundesumweltminister Carsten Schneider für die schnelle Unterstützung seiner Initiative. „Die Wälder erfüllen lebenswichtige Funktionen für alle Menschen. Diejenigen, die die Verantwortung für den Wald tragen, die ihn bewirtschaften und zukunftsfähig entwickeln verdienen daher die Unterstützung des Staates“, so Minister Dr. Backhaus.

Neben der finanziellen Unterstützung weist der Minister aber auch darauf hin, dass Rechtssicherheit für die Forstbetriebe im Zusammenhang mit der Umsetzung der europäischen Wiederherstellungs-Verordnung notwendig ist.

„Ich werde mich auch in Zukunft für Rahmenbedingungen einsetzen, damit die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer die verantwortungsvoll die Wälder der Zukunft gestalten, auch weiterhin wirtschaftlich erfolgreich tätig sein können“, so der Minister.

Schon in Kürze können nunmehr zusätzliche Förderanträge für die Umstellung auf ein klimaangepasstes Waldmanagement bei der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) in Güstrow-Gülzow bewilligt werden. Die Forstämter der Landesforstanstalt MV beraten interessierte Waldbesitzende kostenfrei.

MV-Plan 2035: Land investiert in die Zukunft der Schweriner Schulen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern investiert weiter in den Schulbau. Mit dem Investitionsprogramm „MV-Plan 2035 – Zukunftsfähige Bildungslandschaft“ stehen insgesamt Mittel in Höhe von 600 Millionen Euro für die Sanierung und den Neubau von Schulen zur Verfügung. Diese stammen aus dem Sondervermögen Infrastruktur.

Auch die Landeshauptstadt Schwerin profitiert von dem Investitionsprogramm. Vier Schulbauvorhaben werden aus dem „MV-Plan 2035“ anteilig finanziert:

  • Grundschule Mueßer Berg und Grundschule Nils Holgersson, Gesamtkosten 1,95 Millionen Euro, 1,6 Millionen Euro Förderung aus „MV-Plan 2035“, Schulhofsanierung
  • Grundschule Lankow und Regionale Schule Werner-von-Siemens, Gesamtkosten 33,1 Millionen Euro, 5,19 Millionen Euro Förderung aus „MV-Plan 2035“, Neubau für esE-Klassen am Standort Lankow
  • Grundschule John-Brinckman, Regionale Schule Weststadt-Campus, Goethe-Gymnasium, Gesamtkosten 7,05 Millionen Euro, 6 Millionen Euro Förderung aus „MV-Plan 2035“, Sanierung der Schulsportanlage Weststadt inklusive Funktionsgebäude
  • Gymnasium Fridericianum, Gesamtkosten 40 Millionen Euro, 13,8 Millionen Euro Förderung aus „MV-Plan 2035“, Sanierung Schulgebäude

Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche Schulen im ganzen Land modernisiert. Das Sondervermögen Infrastruktur eröffnet uns die Chance, weitere Schulen auf den neuesten Stand zu bringen. Die Landeshauptstadt Schwerin ist auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte nach Ludwigslust-Parchim der zweite Akteur, der sich festgelegt hat, welche Schulen mit den Mitteln aus dem MV-Plan gefördert werden sollen. Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar, dass wir diese Vorhaben jetzt auf den Weg bringen können. Wir schaffen moderne Schulen und sorgen gleichzeitig für Aufträge in Bauwirtschaft und Handwerk“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Gute Bildung braucht gute Bedingungen. Dazu gehören auch moderne und funktionale Schulgebäude. Mit dem MV-Plan 2035 unterstützen wir auch die Landeshauptstadt dabei, wichtige Schulbauvorhaben voranzubringen und damit gute Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen. So machen wir unsere Schulen fit für die Zukunft“, erklärte die Minsiterin für Bildung und Kindertagesförderung Simone Oldenburg.

„Die Bildungsinfrastruktur gehört seit vielen Jahren zu den Investitionsschwerpunkten in der Landeshauptstadt Schwerin. Ob Schulneubau, Sanierung, Inklusion oder digitale Ausstattung – die Landesförderung hilft uns, die enormen Investitionen zu stemmen. Und klar ist auch, dass wir diese Unterstützung angesichts unserer verschärften Haushaltslage auch in Zukunft brauchen werden“, erklärte der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin Sebastian Ehlers.

Der MV-Plan 2035 ergänzt die bestehenden Fördermöglichkeiten für den Schulbau. Dazu zählen insbesondere die Städtebauförderung, die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung und das 400-Millionen-Euro-Konjunkturprogramm Schulbau. Darüber hinaus können Schulbauvorhaben über weitere Förderprogramme des Landes, des Bundes und der Europäischen Union unterstützt werden. Für berufliche Schulen stehen zudem Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ zur Verfügung.

Seit 2016 wurden mehr als 550 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 880 Millionen Euro in Förderprogrammen des Landes berücksichtigt beziehungsweise Fördermittel in Aussicht gestellt. Über das 400-Millionen-Euro-Konjunkturprogramm Schulbau werden für die Jahre 2024 bis 2027 zusätzlich 400 Millionen Euro für den Schulbau eingesetzt.

Auch in Schwerin greifen die verschiedenen Förderinstrumente ineinander: Seit 2026 wurden 23 Schulbauvorhaben mit Gesamtkosten von rund 190 Millionen Euro mit knapp 86 Millionen Euro aus Landesmitteln unterstützt. Davon entfallen 10,4 Millionen Euro auf das Konjunkturprogramm Schulbau. Weitere Mittel sind im Rahmen des MV-Plans 2035 für die von Schwerin priorisierten Schulbauvorhaben vorgesehen.

Welt-Sepsis-Tag: Drese warnt vor Mythen über Blutvergiftung

Schwerin – Der 13. September ist der Welt-Sepsis-Tag. Er soll darauf aufmerksam machen, dass Schätzungen zufolge jährlich rund 230.000 Menschen an der im Volksmund als Blutvergiftung bekannten, Sepsis erkranken. Sie ist die schwerste Verlaufsform einer Infektion und endet unbehandelt immer tödlich. „Obwohl die Sepsis zu den häufigsten medizinischen Notfällen gehört, werden die Warnzeichen oft erst zu spät erkannt“, betonte Gesundheitsministerin Stefanie Drese im Vorfeld des Aktionstages.

Das liege unter anderem an Mythen zum Krankheitsbild, die sich hartnäckig auch bei den Patientinnen und Patienten halten. „Viele von uns denken nur bei offenen Hautwunden an eine mögliche Blutvergiftung. Dabei kann grundsätzlich jede Infektion eine Sepsis auslösen, also auch Infektionen der Lunge, des Bauchraumes oder auch der Harnwege“, hob die Ministerin hervor.

Auch der weitverbreitete Glaube, es reiche auf einen roten Strich auf der Haut zu achten der sich von einer Wunde in Richtung Herz zieht, um eine Sepsis zu erkennen, sei daher falsch. „Eine Sepsis ist dadurch nicht immer zu erkennen. Ein viel wichtigeres Alarmzeichen ist deshalb die Kombination aus einer Infektion und einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustands“, klärte Drese auf.

Deshalb ist er nach Angaben von Drese wichtig, mögliche Symptome im Blick zu behalten. Wenn eine Infektion etwa mit Schüttelfrost und möglicherweise auch Fieber einhergeht und zudem ein oder mehrere Symptome wie starke Schmerzen, ein nie gekanntes Krankheitsgefühl, Verwirrtheit, Wesensveränderung, Atemnot, Kurzatmigkeit, Herzrasen oder niedriger Blutdruck auftreten, sollte nicht abgewartet werden. Das Gleiche gelte, wenn die Haut kalt, feucht und fleckig wirkt.

„Sepsis ist ausdrücklich immer ein medizinischer Notfall. Bei einem entsprechenden Verdacht muss sofort die 112 gewählt werden, denn mit jeder Verzögerung der Therapie steigt die Sterblichkeit“, unterstich die Ministerin. „Es kann außerdem helfen, wenn der Rettungsdienst über möglicherweise bestehende chronische Erkrankungen der betroffenen Person informiert wird. Denn Menschen mit chronischen Erkrankungen, zum Beispiel der Lunge, Leber oder des Herzens sind besonders gefährdet“.

Zur Risikogruppe gehören außerdem z.B. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Menschen über 60 Jahre, Schwangere Frauen und Mütter nach der Geburt, Menschen bei denen eine Operation noch nicht lange her ist sowie Personen, die schon einmal an einer Sepsis erkrankt sind.

„Und auch wenn es keine Impfung gegen eine Sepsis gibt, so können Impfungen dabei helfen Infektionskrankheiten zu vermeiden, die eine Sepsis hervorrufen können“, betonte Drese. Dazu gehören etwa die Pneumokokken- und die Grippeschutzimpfung. Gerade für Menschen mit einem erhöhten Risiko ist es wichtig, den eigenen Impfschutz regelmäßig überprüfen zu lassen und empfohlene Impfungen wahrzunehmen.

Drese: „Wir können Sepsis nicht immer verhindern. Aber wir können dafür sorgen, dass sie schneller erkannt und behandelt wird. Wissen um das Krankheitsbild ist dabei das beste Mittel, um uns und unsere Angehörigen zu schützen.“

Weiterführende Informationen stellt unter anderem die Kampagne #DeutschlandErkenntSepsis, an der auch die Universitätsmedizin Greifswald mitwirkt, unter  www.deutschland-erkennt-sepsis.de bereit.

Dort stehen auch dezidierte Informationsmaterialien für Patientinnen und Patienten sowie für pflegende Angehörige, Schwangere und Eltern und auch für medizinisches Fachpersonal zur Verfügung.